Band 
Zweiter Band. H - Z.
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367
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Numeriken

Nürnberg

Wechsel-Ufo, Ues,»klloge.

Dir erste Wechselordnung Nürnbergs ist vom I. 1684,darauf eine im I. 1700, dann wieder eine vom 16. Februar^22, welche durch das Gesetz von 1623 für die Stadt und

Umfang ihres ehemaligen Gebiets bestätigt worden ist.

Der Uso der auf Nürnberg gezogenen Wechsel ist, wie

ganz Baiern, 13 Tage, der D o p p e l- U so also 3» Tage,""d Halb - Uso 8 Tage nach der Acceptation des Wechsels,Sonntage und Festtage mitgerechnet.

Wechsel, die auf eine bestimmte Zeit zahlbar lauten,werden erst 13 Tage vor Verfall acccptirt, oder bei Nicht-abnahme protestirt. — Wechsel, welche einige Zeit nach^>cht zahlbar sind, werden bei der Präsentation mit demDatum derselben versehen, um hiernach den Verfalltag zu^stimmen, Wechsel aber, die nach Sicht zahlbar gestellt^nd, müssen binnen 24 Stunden nach Vorzeigung bezahlt"der protestirt werden.

Respekttage sind für alle Wechsel, die nicht unter

Uso, oder nach Sicht, 2, 3, 4 Tage nach Sicht zahlbar,lauten, sechs festgesetzt, wobei der Verfalltag mitgerechnetwird.

Maaße und Sewichie.

Gesetzlich sind jetzt die neuen baierischen eingeführt.Die alten nürnberger sind:

Längemnaaß. Der Stadtschuh oder Fuß hat 12ävll ü 12 Linien, und ist -- 1,0413 neue baicrische Fuß, —*34,73 paris. Linien,--- 0,303978 Meter. — Der soge-nannte Artillerie-Fuß war — 1,0033 baicr. Fuß,—129,83 pariser Linien, — 0,29287 Meter. — Die Ruthewar zweierlei: die große Ruthe zu 16 Fuß und die kleine^he zu 12 Fuß. — Die Elle ist--- 0,7881 Ellen,-----

pariser Linien, — 0,6365 Meter.

ckeldmaaß. Das Tagwerk oder der Morgen hatte"00 große Quadratruthen zu 236 Quadratfuß, also —1-0883 baierische Tagwerk. Bei Messung der Wiesen und^tiden hieß dies Maaß Tagwerk, bei Messung der Feldernnd Waldungen aber Morgen. — Der Acker hatte 160Zeiche Quadratruthen zu 144 Quadratfuß, — 0,6248 baier.^ugwerk, und 20 Acker waren — 9 Tagwerk oder Acker.

Gelreidemaaß. Das Korn - Simmcr (Sümmer) oderSimra für glatte FruchtsWeizen, Roggen, Hülsenfrüchte)^wtt 2 Korn-Malter, — 16 Korn-Metzen zu 4^iethaufen a 2 Diethäuflein i> 2 Maaß. —^ns Korn-Simmer war — 1,431 baier. Scheffel, —348,137 Liter; die Korn-Metze —0,83653 baier.Wetzen,^ 49,8836 Liter; — das Hafer-Simmer, für rauheorucht (Gerste, Hafer, Dinkel), hatte 4 Hafer-Malter,^32Hafer-Mctzen. Das Hafer-Simmer war2,646 bair. Scheffel, --- 888,380 Liter; die Hafer-Metze^ 0,49612 bair. Wetzen, --- 18,3859 Liter.

Tliissigßeitsniaaß. Der Eimer oder Stadt-Eimer^ielt 32 Viertel oder Visir-Viertcl, — 64 Visir -^aaß zu 2 Seidel i> 4Achtel. Im Schank brauchteWan die Schenkmaaß zu 4 Schoppen, 68 Schenkmaaß^ 4 Eimer, also 16 Visir-Maaß --- 17 Schenkmaaß. Die^chenk-Maast war--- 1,0089 bair. Maaß, ----- 1,07854

Liter; die Visir-Maaß — 1,0712 baier. Maaß; derEimer --- 1,1426 baier. Schenk-Eimer. — Das Fuderoder die Tonne hatte 12 Visir-Eimer oder 12^/, Schenk-Eimer; das Stückfaß Rheinwein 18 bis 18«/? Visir-Eimer.

hnudelsgemichl. Das Schiffpfund hatte 3 Centneroder 300 Pfund; der Centner 100 Pfd. ü 32 Loth i> 4Quentchen i> 4 Pfennige. Das Pfund Kram- oder Han-delsgewicht — 509,996 , also beinahe 510 Gramm, ----0,910707 baierische Pfund; der Centner also — 80,9996,beinahe 81 Kilogramm, — 91,0707 baier. Centner.

lßold- und Silbergemicht war 1) das sogenannte Sil-bergewicht, davon das Pfund in 2 Mark, oder 4 Vier-ling oder 32 Loth getheilt wurde, und — war 0,852032baier. Pfund, im Gewicht von 477,138 Gramm. Dienürnberger Mark hatte 8 Unzen— 16 Loth, imGewicht zu 238,869 Gramm, — 1,01974 baierische oderMünchener kölnischen Mark, —1,02034 wahren köln. Mark,

— 1,02016 Zollvcreinsmark. — 2) Die nürnbergerkölnische Mark mit der in ganz Deutschland gebräuch-lichen Eintheilung, ----- 233,832 Gramm, 0,9995 baier.oder münchcn-kölner Mark, — 1,00008 wahre köln. Mark,

— 0,99990 Vcreins-Münzmark. Die nürnberger Mark istohngefähr '/^o Proc. schwerer als die eigentliche kölnischeMark.

Verarbeitetes Silber ist 13 Loth fein, und mitdem Buchstaben 18 gestempelt. — Draht- und Tresscn-Silber, so wie Silber im Gespinnst ist 15^ Loth fein.

Von dem bekannten nürnberger Medizinal- undstfiolhekergemichl, welches bis in die neueste Zeit dem größtenTheil von Deutschland als Norm diente, wiegt das Pfundgerade 1>/r Mark oder ^ Pfund des alten nürnberger Sil-bergewichts, oder genau 100,242 Richtpfennige der frankf.kölnischen Mark, oder 357,8538 sranzösis. Gramm, —7445,4778 holländ. As. — Dieses Apothckerpfundwird hier und in ganz Deutschland eigetheilt in 12 Unzen(Z) a 8 Drachmen (Z) a 3 Skrupel ( ) ) ä 20 Grane (gr.),so daß es 8760 solcher Grane enthält.

Stückgüter. Der Wurf, auch Spießlcin ge-nannt, hält 5 Stück; dasKluppel 4 Stück. Der S ch o-ber hat 60 Garben oder Bund Stroh, das Schöberlein10 Garben. Das Pfund Nüsse oder Krautköpfe bedeutet4 Schock oder 240 Stück.

Mßgebriiuche.

Die meisten Verkäufe werden gegen baar (pr. conlonl),aber mit der Frist von vier Wochen, gemacht.

Gutgewicht wird bei feinen Waaren und Gewürzenmit '/, Proc., bei Kaste, Zucker ic. mit >/- Proc. berechnet,ausgenommen bei Kandiszucker, wo kein Gutgewicht statt-findet. — Tara wird nur die wirkliche berechnet, nur beiSyrup 10 Procent.

Die Waarcn-Curtage beträgt Proc., sowohlfür den Verkäufer als Käufer.

Nüsse, Nußöl, s. Haselnüsse und Wall-nüsse.

Numeriken. In Manufaktur - und Fabrikwaaren«