Band 
Zweiter Band. H - Z.
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Port-LouiS

L4L

Portorico

---1 Rthlr. 13 Sgr. Pf. preuß., -- 2 Fl. 30 Kr. 3 Pf.im 24>/2-Guldcnfuß, -- 2 Fl. 3 Kr. °/,o Pf. C.-M.

Die unter der Regierung des Präsidenten Boyer wirk-lich geprägte Münze ist der Viertel-Piaster zu 28Cents, Oouräin genannt, welcher indessen so willkürlich undungleich ausgemünzt worden ist, daß die geringste Gattungdesselben beinahe nur den halben Werth der besten hat, und26 bis 84 Stück auf die köln. Mark fein Silber gehen.

Der llouräin wird auch in 2 Lscalins (Schillinge) zu12>/2 Louis, oder in 4 Drei-8ous-Stücke zu 6'/, Onts ein-getheilt.

Bor einigen Jahren (1828) hat die Regierung, das Uebeldes schlechten Münzwesens einsehend, die Einliefcrung dieser sosehr ungleichen Münzen befohlen, Papier dafür gegeben undversprochen, dieses Papier gegen neues Geld wieder umzu-wechseln. Dies ist jedoch nicht geschehen. Um Metallgeldzu erhalten, wird seit 1836 der Einfuhrzoll in fremdenGold- und Silbermünzen nach einem bestimmten Tariferhoben. Diese Bestimmung wurde jedoch durch die Regie-rung der domingonianischen Republik auf dieser Insel 1844aufgehoben und dagegen festgesetzt, daß alle Abgaben und Zöllein Nationalmünzen erhoben werden sollten, während jeneBestimmung im Westen der Insel fortbestand.

Die aufDomingo vorzüglich cursirenden fremden Münz-sorten sind dieselben, welche auf den Inseln unter demWindein Umlauf sind. Am häufigsten läuft der spanischeoder mejicanische Piaster um.

Wechselkurse. Ein geregelter Wechselhandel findetnicht statt. Die zuweilen vorkommenden Papiere auf New-Pork werden entweder pari, d. h. einen spanischen Piasterauf Domingo für einen Dollar in New-Pork gerechnet, odermit 1 bis 2 Proc. (mehr oder weniger) Gewinn umgesetzt.— Der Curs auf Frankreich ist bei 6 Monate Sicht 136Francs mehr oder weniger für 100 üounlos und ebenso aufEngland 16 Louräos m. oder w. gegen 1 Pfund Sterl. Diehaitische Wechselordnung ist dem französischen Wechselrechtentlehnt; deshalb finden hier weder Uso noch Respekt-tage statt.

Die Maaße und Gewichte sind, mit einigen Ausnahmen,die alten französischen; s. Paris.

Das Memnaaß ist die pariser 4une.

Mchemnaaß ist der Larreau, — 129,263 französ, Aren.Die Ladalieria hat 10 Larroaux.

Beim Getreidemaaß bedient man sich außer dem pariserOoisseau auch des Winchester - Bushels von 1778franz. Kubikzoll.

Als /iiissigkeilsmaaß dient der alte englische Wein-Gallon zu 2 Pots i> 2 Pinten l> 2 Chopines.

Das tzandelsgewicht ist das alte französische I'oläckomarc, wovon 1 Quintal oder 100 Pfund — 48,9806franz. Kilogramm — 104,708 preuß. Pfund.

Port-Louis, oder Nordwesthafen, Hauptortder Insel Mauritius, östlich von Afrika, auf der NWküstein einer Bai, deren Eingang ziemlich schwierig ist, unter20° 10' s. Br. und 88° 9' L. L., mit etwa 28,000 Einw.,wovon >/z Weiße sind. Die Stadt und der Hafen sindbefestigt.

, ölalioa, Hauptstadt der im nsit-tclländ. Meer gelegenen Insel Minorca (s. ebb.) auf derOstküste, in einer Bucht, mit 16,000 Einw. und schönet»Hafen, der aus drei großen Bassins besteht.

^«»1«, Oporto, Hauptstadt der Prov. Minha,bedeutende Stadt und wichtiger Seehafen in Portugal, unter41° 11' n. Br. und 11° 1' w. L., 2 Meilen von derMündung des Douro in den atlantischen Ozean und aufdessen nördlichem Ufer gelegen, mit gegen 73,000 Einw-Porto hat eine See- und Handelsschule, Handelsbank(Oanco commercial äo Porto), Assekuranz-Compagnie (Low"panliia-sexuranoa), Börse, Münze, große Weinniedcrlagen,Fabriken für Seidenzeuge, Gold- und Silbergallonen, Tuch,Kattun, Leinwand, Leder, Porzellan, Eisen - und KupferWaaren rc.; ist der Stapelplatz für einen großen Theil desportugiesischen Handels, namentlich für den unter dem Na-men Portwein bekannten rothen Wein, von welchem >»guten Jahren über 40,000 Pipe» versendet werden. Nächst'dem bilden Oel, Südfrüchte, Wolle, rassln. Zucker, Cre-mortartari, Sumach, Leder, Korkholz rc. wichtige Aus-fuhrartikel. Eingeführt werden: Getreide, Reis,Pökelfleisch und andere Lebcnsmittel, Colonialwaaren >c-aus Brasilien; Baumwolle und baumwvll. Manufakturwaa-ren, kurze Waaren, Zinngeschirr rc. aus England; Hanf,Flachs, Dielen rc. aus den Ostseehäfen rc.

Rechnung, Münzen, Wechselangelegenheiten, Maaße undGewichte wie in Lissabon.

Die tzohlmaaße sind hier aber größer, bei gleicher Ein-theilung, sie werden jedoch in den kaufmännischen Geschäfte»gebraucht.

Getreidemaaß. Man rechnet 100 tilgueires in Lissabon

— 79>/, 4Iquoiros in Porto. — In der Praxis rechnetman hier 8>/2 LIguoircs — 1 franz. Hektoliter, 16 Algucires

— 1 engl. Jmperial-Quarter, 184 bis 183 4Iguoiros -- *Hamburger Last.

Salz verkauft man nach dem Kill, eiro von 336karas, welcher in Hamburg zu ohngesähr 4>/z Last aus-kommt; der Killioiro soll — 148 Hektolitern sein.

/liissigkeilsniaaß. Man rechnet 100 ^Imuäus in List»'bon — 66 4lmuäas in Porto. Die hiesige Pipe Wein ent-hält 21 hiesige 4Imull»8 und kommt in England zu ohnge-fähr 138 alten Wein-Gallons, in Hamburg 69 bis 73 Bet-tes aus und 9 Wein-Pipen von Porto sind — 11 Wer»'Pipen in Lissabon.

Die Pipe Oel enthält ebenfalls 21 älmuäas, zuweilenauch einige claruiilas mehr oder weniger. Die hiesige 4Imuö°Oel wiegt ohngefähr 30 Pfund oder 4rr,,leis.

plahgcbrauche wie in Lissabon; doch wird in Portekein Gutgewicht gewährt.

Schiffsfrachten bestimmt man oft nach der To»»evon 70 4rrol,as Netto, nach den Nord- und Ostseestädtenauch pr. 43 ärrodas, bei Wein nach England vorzüglich nachder Tonne von 2 Pipen.

Portorico, pue, to-lüco, die stark befestigte Haupt-stadt der östlich von Haiti liegenden gleichnam. spanische"Insel, unter 18° 29' 10" n. Br. und 68° 33' 13" w. L>,auf einer Halbinsel auf der Nordseite der Insel, mit etwa