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Renten
zu Berlin. Uebrigens muß bemerkt werden, daß die Zah-lung der Renten nicht mit dem Jahr des Beitritts zu derGesellschaft, sondern mit dem nächsten Jahr nach dem Bei-tritt beginnt und daß der Satz der Rente, welche auf jedevolle Einlage (100 Thlr.) im ersten Jahr gewährt wird,nach den sechs Altersklassen der Jahresgesellschaft folgenderist: in der I. Altersklasse 3 Thlr.; II. 3 Thlr. 1» Sgr.;III. 3 Thlr. 20 Sgr.; IV. 4 Thlr.; V. 4 Thlr. 10 Sgr.;VI. 8 Thlr. 3 Sgr. Diese Sätze steige» in den folgendenJahren und können sich endlich bis zu dem höchsten Satz von130 Thlr. jährlich für jede Einlage erheben.
Die sächsische Rcntcn-VersichcrungS-Anstalttrat mit dem 1.1841 durch die erste Jahresgesellschaft in Wirk-samkeit und ihr Rentenkapital bestand am Schluß des Jah-res 1846 in 343,278 Thlr. 6 Ngr. Die alljährlich ge-wonnenen Verwaltungsüberfchüsse betrugen insgesammt10,332 Thlr. 23 Ngr. 6 Pf. Diese Anstalt ist auf 11 Al-tersklassen in jeder Jahresgescllschaft gegründet. Jeder kannmit mehreren Einlagen beitreten, die jede entweder mit100 Thlrn. voll, oder auch in den drei ersten Altersklassenbis zu fünf Stückeinlagen zu je 10 Thlrn. sein kann. DieRente darauf beginnt mit dem Jahr, das dem Einlagejahrfolgt, und beträgt anfänglich 3 Procent. Auf die Stückein-lagen wird durch das Gutschreiben erst die Einlage auf volle100 Thlr. gebracht, ehe die wirkliche Auszahlung der Rentegeschieht. 10 Procent jeder Einlage werden zu dem Re-servefonds gethan, der mit dem Zinsertrag davon zur Be-streitung der Verwaltungskosten, oder zur Deckung vonAusfällen und zu außerordentlicher Verstärkung der Rentenbenutzt wird. Die letzte oder eilfte Altersklasse bildet einesogenannte Erb klaffe, in die jedes Mitglied der Anstaltmit dem 35. bis 60. Lebensjahr eintritt, gleich viel, welcherAltersklasse es mit Rücksicht auf die Zeit seines Beitritts bisdahin angehörte, — wo nun nicht mehr blos die von denAbsterbenden bisher bezogenen Antheile an den Zinsen desRentenkapitals den Ucberlebenden zuwachsen, sondern derenhinterlassene Proporkionalantheile am Rentenkapital selbstzur Vererbung und dergestalt zum Genuß der überlebendenMitglieder kommen, so daß ein Drittheil des vererbten Ka-pitals sofort baar unter dieselben vertheilt, die anderen zweiDritkheile dagegen ihnen durch entsprechende, bei dieser An-stalt angelegte Leibrenten, die natürlich viel höher (8 bis30 Proc.) als die bloßen Zinsrenten sind, gewährt werden.Im Fall ein Mitglied früher stirbt, als er zum Genuß seinerRente kam, so wird die baar geleistete Einlage den Erben,nach Abzug dessen, was der Verstorbene schon an Rentenempfangen bat, und bei Stückeinlagen nur der baare Be-trag derselben, nicht aber das darauf schon Gutgeschrie-bene zurückerstattet. Die Rente steigt höchstens bis zu150 Thlrn.
Die Hannovers che Rcnten-Ver sichern nge-Anstalt trat in der Stadt Hannover mit dem Jahr 1844in das Leben und am Schluß des Jahres 1846 betrug dasgesammte Kapital der Jahresgcscllschaften 163,308 Thlr.22 gGr. 0 Pf. Bei dieser Anstalt bestehen sieben Alters-klassen einer Jahresgesellschaft, in deren Begrenzung über-haupt diese Anstalt von der preußischen sehr verschieden ist.Die erste Klasse der hannöverschen Anstalt umfaßt die Alters-klasse bis Jahr 3, die zweite bis Jahr 10, die sechste von
Jahr 41 bis 50, die siebente von Jahr 81 an. Die Berech-nung rücksichtlich des muthmaßlichen Absterbens der Theil-nehmer ist auf die Süßmilch-Baumannsche Stcrblichkeits-tafel gegründet, dieselbe, welche I. Ferd. Becker in deinWerk über Gewinn und Verlust bei Renten-Anstaltcn, Ber-lin 1842 bei der Wahrschcinlichkeits-Berechnung für dieberliner Renten-Anstalt zum Grunde gelegt hat. Durch-schnittlich ist bei dieser Anstalt die erste den Theilnehmer»einer Jahresgesellschaft zu gewährende Rente zu ü'/? Thlr-angenommen, jedoch ist die Direktion bemüht, diesen Satzje nach den besonderen eintretenden Verhältnissen einer mehroder minder günstigen Anlegung des Renten-Kapitals, odereiner größere» oder geringeren Sterblichkeit in den ver-schiedenen Klaffen der Jahresgesellschaften höher und sthoch als möglich zu stellen. Trotzdem ergänzen sich dieunvollständigen Einlagen von lOTHlrn. in der erstenAtters-klasse zu einer vollen Einlage von 100 Thlrn. erst im 63-Jahr nach dem Beitritt; übrigens participirt jede vollstän-dige und unvollständige Einlage bei der jährlichen Zumessungder Rente mit demjenigen Renten-Kapital, welches für sstim gemeinschaftlichen Renten-Kapitalien-Fonds vorhandenist. Dieses hat die Folge, Laß die Ergänzung der unvoll-ständigen Einlagen in den verschiedenen Alters-Klasseneiner Jahresgesellschaft in einem gleichen Zeitraum geschieh!
und zwar bei Einlagen
von 20 Thalern im 81. Jahr nach dem Beitritt
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So wohlthätig überhaupt der Genuß einer Rente in denspäteren Lebensjahren ist, so wird doch selten ein Mitglieddazu gelangen, indem man durchschnittlich als das höchsteLebensalter 83 Jahre annehmen kann. Das Sparen istwichtig und gewiß auch nothwendig, indem man auf diestAnsicht alle Rcnten-Anstalten aufgeführt hat; indessen istdie Art und Weise, wie in denselben gespart wird, kcineswe-ges der Art, daß die Theilnahme sich tief in das Volk ver-breiten kann, insofern das Sparen nicht einen allgemeine»Vortheil gewährt. Jeder der spart, thut es, um etwa-für schlimme Tage und für die Seinigen zu haben, indci»man es entweder zu jeder beliebigen Zeit oder auch im Fall de6Todes übertragen kann; alles dies ist jedoch bei den Rente»-Anstaltcn, wie sie jetzt sind, nicht möglich, ausgenommen dllStaatsrentcn in Frankreich, Neapel, Mailand. Sir würde»wahrhaft wohlthätige Anstalten werden, wenn dieRente,—na-türlich nicht in ihrem höchsten Betrag, — übertragbar wäre«Die Ungewißheit des Lebens vereitelt den Erfolg des Sp»*rens. Theoretisch dargelegt ist die Sache von dem Stand-punkt der Verwaltung sehr annehmlich, aber anders erschein^sie von dem Standpunkt dessen, der in Rücksicht auf die an-gedeuteten Verhältnisse fragt, wie spare ich am zweckmäßigstcn, damit nicht blos mir, sondern auch den Meinigen t>gVersparte zu Gute kommt und auch die Zinsen und unl^allen Umständen auch von der geringsten Einlage nicht »er-loren gehen. Denn gesetzt, jemand habe 10 Stückeinlag"jede zu 10 Thalern, wenn auch in zwei oder drei Jahr^klaffen gemacht, so betragen diese zusammen 100 Thales