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Schwarzkümmel
Schweben
/liifsigkeiismaaß war das leipziger und im Kleinhandeldas Nösel gebräuchlich
Gewicht war das leipziger.
Schwarzkümmel, franz. klixello, llumia voir, ?oi-vrotto; engl. ltoman-corianilor, ?ennol-llocvcr soeil; ital. kü-gellu, ölolanlri», Lumiuvlla; tat. Semen Aixellae, sind dielinienlangen, dreieckigen oder unregelmäßig viereckigen,etwas platten und a» einer Seite gewölbten Samen dergemeinen Rigelle, Higolla saiivu, einer im mittleren undsüdl. Europa wildwachsenden und auch in manchen Gegen-den, z. B. Thüringen angebauten Pflanze. Die Samensind an den Rändern scharfkantig, sonst runzelig, netzartiggeädert, von schwarzer Farbe, aber nicht glänzend. Siehaben einen schwach gewürzhaften Geschmack und beim Zer-stoßen einen angenehm aromatischen Geruch. Durch Aus-pressen erhält man aus ihnen ein fettes Oel. In manchenGegenden bäckt man den Schwarzkümmel unter Brod, auchwird er in den Apotheken gebraucht.
Schwebende Schuld, s. Staatsschulden.
Schweden, ist ein Königreich, das den östlichenTheil der skandinav. Halbinsel umfaßt, 3868 schweb. O.M.groß mit (1840:) 3,138,884 Einw. Das Land ist gebirgig,jedoch rücksichtlich der Erhöhung des Landes über dem Meerbevorzugter als Norwegen, weshalb auch das Klima inSchweden milder ist als in Norwegen. Das Gebirge bestehtaus Granit oder Gneus und aus dem Ganggebirge, demSalz und Steinkohlen fehlen, dessen HauptbcstandtheilKalk,dann Marmor, Alaunschiefer (1827 wurde» 10,381 Ton-nen ausgebeutet) sind. Die Naturprodukte sind vorzüglichesEisenerz in sehr großer Menge, das zu den verschiedenenSorten Eisen verarbeitet und theils im Lande verbraucht,theils ausgeführt wird. Der 1800 Fuß hohe Berg Gelli-vare in Lappland besteht aus einem sehr vorzüglichen Eisen-erz; jedoch macht die Lage dieses Berges die Benutzung bisjetzt unmöglich. Dannemora's berühmtes Eisenerz sieht ge-schmolzenem Silber ähnlich und giebt einen vorzügl. Stahl.Eisen nebst Holz und Brettern sind die HauptausfuhrartikclSchwedens, und der Hauptmarkt für das schwedische Eisenjetzt die Nordamerikanischen Bereinigten-Staaten. Früherbezogen Deutschland und auch England das meiste schwe-dische Eisen. Andere mineralische Produkte sind etwasGold, Silber (etwa für 70,000 Rbthlr. jährlich), Blei,Kupfer (etwa für 80,000 Rbthlr. jährlich), Kobalt (etwafür 160,000 Rbthlr.), Alaun (etwa für 183,000 Rbthlr.),Schwefel (etwa für 29,000 Rbthlr.), Vitriol (etwa für30,000 Rbthlr.), Messing (etwa für 123,000 Rbthlr.),Braunroth (etwa für 12,000 Rbthlr.) und auch etwa133,000 Schiffspfund Steinkohlen (im Malmö-Län). DerHauptmarkt für die Ausfuhr von Eisen ist Stockholm unddann Gothenburg. Die Eisenhüttenwerke heißen in Schwe-den Bru k. Zu Eiscnwaaren wird das Eisen namentlich inder Stadt Eskilstuna verarbeitet. Zur Vervollkommnungder Eisenproduktion besteht in Falun eine Bergwerksschule,Maschinenbauwerkstätten zu Motala, Npköping, Stock-holm rc., Walzwerke in Stockholm, bei Thorshälla, aufSkebo. Im Jahr 1842 wurden auf 1366 Herden 603,043Schiffspfund ausgeschmiedetes Eisen geliefert. Außerdemsind hauptsächliche Erwerbszweige Ackerbau und die damit
verbundene Rindvieh- und Pferdezucht. In gewerblicheund industrieller Rücksicht sind am beträchtlichsten die We-berei in Baumwolle, Tuch, Segel - und Aelttuch, in Lin-nen (besonders in Norrland), Seidcnzeug, Band, Fär-bereien, Juckerraffinericn, Tabakfabriken, Lcderbereitung,Glashütten, Papiermühlen, Porter-Bierbrauerei, Oel- undPorzellanfabrikation, Seifensiedereien. Um die gewerblichIndustrie zu heben, ist im Jahr 1847 gesetzliche Gewerbe-freiheit eingeführt. Auch die Handelsschifffahrt ist beträcht-lich und steigend. So betrugen
die Seeschiffe Küstenfahr- Dampfschiffezeuge nach Pferdekraft
1836
39,906
23,473 Lasten
961
1838
43,396
27,603 -
1300
1840
33,987
31,850 -
1954
Zur Förderung der gewerblichen Bildung besteht in Stock-holm eine technologische Lehranstalt und in Gothenburg eintHandwerksschule. Den Verkehr befördern, außer der Schif-fahrt zur See, die Schifffahrt auf den Kanälen (s. diese»Art.) und auf den Seen. Ueber die Banken s. diesen ArbDie Einfuhr besteht hauptsächlich in Kaffe, Zucker, Farbe-waaren, Baumwolle, Oel, Pfeffer, Rosinen, Tabak, Porte-und franz. Wein, Häute» und Fellen, Salz, Silber, Zeuge»in Seide, Baumwolle, Wolle, Leinen rc.
Münzen und Rechnung.
Seit der Verordnung für die Verwaltung der Ba>^vorn 23. Mai 1813 wird in Schweden nach Reichstha-lern (Riksdaler) zu 48 Schillingen (Skillingar) a 4 Stü-ber (Styfver) gerechnet werden, nicht mehr wie seit 17^nach Rcichsthalern Species zu 48 Schilt, a 12 Rundstückt(linnüsy'Iion). Vor 1777 rechnete man nach Daler (Tha-lern) zu 4 Mark i> 8 Oerc und die Währung war entwederSilber- oder Kupfermünze: 1 Daler Silber — 3 Dale»Kupfer, 6 Daler Silber — 1 Reichsthaler Species. D>eOere Silbcrmünze wurden gewöhnlich St üb er (Stüver)oder Mitten, die Oere in Kupfer Rundstücke ge-nannt. Ein bisheriger Viertel-Reichsthaler-Spe-cies oder 12 Schillinge Silbergeld ist dem neuen Reichtthalerin Schrot und Korn gleich. Nach dem Münzgesekvom 23. Juni 1830 und derMünzordnung vom 9. Mai 18^gehen 9,16902621 Stück ganze Species-Reichsthaler zu 43Schill. Species auf die köln. oder Vercins-Mark fein S'bber. Dieser neue Reichsthaler (seit 1843) ist °°°°11 Sgr. 3,419 Pf. prcuß., — 9 gGr. 1,933 Pf., -- 400,322 Pf. im 24'/2-Guldenfuß, --- 32 Kr. 2,873 Pst'"'20-Guldenfuß, --- 12 Schill. 0,617 Pf. hamb. Mk. Bk->"-- 14 Schill. 9,991 Pf. lüb. Eur., ohngefähr 24'V-obremer Ld'or., — 68>/g Ecnts holländ., — 1 Franc 43V-Cent. franz. und belg., --- 1 Schill. 1,34416 Pf. Sterbbrit., --- 38'/g Kopeken Silber rufst, -- 1 Rubel 24'/,7peken Papier, — 48,4239 Reichsbank-Schillingc dänise^Silber-Währung, — 3,3168 lloolos-lle-Vellon spanischester-Währung.
Papiergeld ist das Hauptzahlungsmittel in Sch'^den in den Bank-Zetteln (llanco-Soülar) zu 8, 10,
14, 16 und 32 Schillingen Banks, und zu 2, 3, 3, 6V-'10, 16-/z, 33>/z, 100 und 300 Reichsthalern Banks. D>efrüheren Reichsschuldzettel (Mlcsgälä-Soälar) von ve^schiedenen Rennwerthcn sind 1843 cingtzzogen. Das 2^'