883
Schweiz
Schwyz
^at-Meter.— Die Quadratruthe hat 100Quadratfuß,also 9 Quadr.-Meter und bildet das Feldmaaß.DieJuchart, als größeres Feldmaaß, hat 400 Qua-^ratruthen und ist demnach — 36 franz. Aren, — Vs waadt-^Ndische Loses, — 1,408 preuß. Morgen.
Die Quadratstunde, als geographisches Flächen-hat 2,860,000 Quadratruthen oder 6400 Juchart°°° 0,2304 Quadrat-Myriameter, ---- 23>/ss Quadrat-Kilo-dieter.
. üubikmaaß. Der Kubikfuß hat 1000 Kubikzoll und'st--- 0,027 Kubik-Meter. — Das Kubik-Klafter,"'klches zur Messung der Steine, bei Bauten, Ausgrabun-gen und für Heu dient, hat 216 Kubikfuß und ist folglich ----6,832 (3-°»/,^) Kubik-Meter.
Das H olzklafter soll auf der Vorderfläche einQua-rntklafter oder 36 Quadratfuß halten; die Liefe desselben°6er die Scheitlänge bleibt dem örtlichen Gebrauch anheim-gestellt; doch soll dahin getrachtet werden, selbige auf eine^echt allzu große) Länge zu bringen, die nicht in kleinen/Kuchtheilen, sondern in ganzen und halben Fußen gege-en sei. (Schweizerische Maaß - und Gewichtsordnung,Aubr. 7.)
Ecirkiücinaaß. Die Einheit aller Hohlmaaße für tro-stene Gegenstände ist das Viertel (gusrteron), welches 13^"zös. Liter enthält. Es faßt genau 30 Pfund destillirtenWassers bei 3>/2 Grad Reaumur oder im Zustande seinergißten Dichtigkeit. Der zehnte Theil des Viertels ist das^niini (Lmine). Das Zehnfache des Viertels heißt einWalter. — 1 Malter — 10 Viertel (tzuartorons) — 100^Miui (Lmincs). — Will man, dem Sprachgebrauch (Vier-r') gemäß, dasselbe durch die Zahl 4 vergrößern oder ab-grilen, so kann man 4 Viertel einen Mütt oder Sack"rnnen, den vierten Theil des Viertels einen Vierling, denWerten Theil dieses letztem oder '/i° des Viertels ein Mäß-diese Maaße erhalten die Gestalt eines Cylin-rrs, dessen Höhe dem Durchmesser gleich ist. (Schw. M.-"s G.-O., Rubr. 8 bis 10.) — 1 Malter ----1>/- Hekto-ster, -- 2,7292 preußische Scheffel, — 2,4393 wienersetzen.
s... /'üssigkeitsniaaße. Die Einheit aller Hohlmaaße für'ussigxDinge ist die Maaß (Lot), welche l'/s französ. Liter^hält. Sie faßt genau 3 Pfund destillirten Wassers im"stände seiner größte» Dichtigkeit. Sie wird in Viertel-"aß oder Schoppen und in Achtelmaaß oder halbe Schop-getheilt. 100 Maaß machen einen Saum oder Ohm"g- 1 Saum — 1>/i Hektoliter, — 2,1834 preuß. Ei---- 2,3853 wiener Eimer.
Kennte. Die Einheit aller Gewichte ist das Pfund,ches genau dem halben französischen Kilogramm gleich^ ' Die Einteilung des Pfundes ist eine zweifache: a) fürVerkehr in 32 Loth (oder in 16 Unzen) und fortge-... n Halbirungen; b) für wissenschaftliche Zwecke,die Münzprägung, für Gold- und Silberwaa-^oo Grammen, welche den französischen Grammen"V gleich sind. — Der Eentner hat 100 Pfund und ist° ^ 30 Kilogramm, — 106,904 preußische, --- 89,284Pfund.
Als MedlzmalMiicht wird einstweilen, jedoch blos fürdie Verfertigung der Recepte (Apothekergewicht), das inden betreffenden einzelnen Kantonen gebräuchliche beibe-halten.
Mehrere der zur Annahme des vorstehenden Systemsübereingekommenen Kantone haben in den bezüglichen Ge-setzen außerdem »och einige besondere und abweichende Be-stimmungen angenommen, welche sich vorzüglich auf dieScheitlänge beim Hvlzmaaß, aus das Kvhlenmaaß, dasKalkmaaß rc. beziehen und deren Aufführung wir, ihrergeringen Wichtigkeit für den Handel wegen, hier unter-lassen.
Schwergewicht, schweres Gewicht, ist an ver-schiedenen Orten gebräuchlich, wo man für den Großhandelund den Kleinhandel besondere Gewichte hat, von denen daserstere gewöhnlich schwerer als das letztere ist und daher jenenNamen (im Jtal. keso grosse») führt. Vergl. den ArtikelLeichtgewicht.
Schwerspats , schwefelsaureBaryterde, einin der Natur ziemlich häufiges, sowohl in Krystallen, alsderben, krystallinischen Massen vorkommendes Mineral,meist von weißer Farbe. Der Schwerspat!) besteht aus68,7 Theilen einer besonder», Baryt oder Schwcrerde ge-nannten Erde und 34,3 Schwefelsäure. Er ist sehr schwerund wird entweder für sich als eine geringe weiße Farbe,mehr aber zur Vermischung oder eigentlich Verfälschung desBleiweißes benutzt, auch dient er in den Hüttenwerken alsFlußmittel mancher strengflüssigen Erze. S. wird in Ty-rol, Salzburg, Steiermark, dem sächsischen Erzgebirge,Harz, Ungarn, Böhmen und Baden, so wie in Thüringenbei Suhl gegraben.
Schwyz, Flecken und Hauptort in dem gleichnamigenschweizer Kanton, am Fuß der Berge Haken (Rigi) undMythen, mit etwa 3300 Einw., einiger Industrie in Baum-wollenwaaren, und beträchtlichem Handel mit Käse, Butter,Rindvieh und Holz. Dieser Kanton gehört zu den soge-nannten Berg-Kantonen, und ist 16 QMcilen groß, mit(1836:) 40,630 Ew. Die Viehzucht ist ihr Haupterwerbs-zweig, mit etwas Ackerbau.
Münzen und Rechnung.
Man rechnet jetzt gewöhnlich in der neuen schweizerWährung nach schweizer Francs zu 10 Batzen a 10Rappen; den französ. 5-Franc zu 33 Batzen, — 11 Sgr.3,143 Pf. preuß., — 40 Kr. im 24>/2-Guldcnfuß. Früherrechnete man nach Gulden zu 13 Batzen l> 4 Kreuzer; oderden Gulden zu 60 Kr. a 8 Heller; oder auch nach Guldenzu 40 Schilt, ä 4 Rappen, den Rappen zu 2 Ungstern ä 2Hellern. Der Zahl werth bestimmte sich nach der Annahmedes neuen franz. Louisd'or zu 13 Fl., und des Neuthalerszu 3>/, Fl., so daß 29,0989 Fl. hiesig eine köln. Mark feinSilber betrugen und der Werth eines Fl. 14 Sgr. 3,221Pf. preuß. — 30 Kr. 2,191 Pf. im 24>/r-Guldenfuß.
Wirklich geprägte Münzen des Kantons.
In Gold: Dukaten von früherer Zeit (1683), sehrselten.
In Silber: Gulden, Doppelte, Einfache, Halbe,Viertel (Diken genannt).
74