Serpentin
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Sicnn
Serpentin, französ. 8cr,,enlino; englisch 8erponlmeklone; ital. 8orpon!ino. Man unterscheidet in der Mine-ralogie 2 Abarten, den edlen und den gemeinen. Nurletzterer ist Handclsgegenstand und ein inniges Gemisch vonTalk und Quarz, kommt in verschiedenen Nuance» der grü-nen und braunen Farbe, besonders lauch- und schwarzgrün,meist geflammt und fleckig vor, ist wenig glänzend, undurch-sichtig und von splittrigem Bruch. Der Serpentin ist ziem-lich weich und läßt sich besonders im frisch gebrochenen Zu-stande leicht mit stählernen Werkzeuge» bearbeiten. DieBearbeitung durch Drechseln rc. von Serpentin findet nurzu Zöblitz in Sachsen statt, wo die Serpcntinsteindreber eineInnung bilde», deren Produkte einen Weg i» die entfernte-sten Länder finden. Der Serpentin bildet bei Zöblitz ei»plattenförmig im Gncus liegendes Stunden langes, 170bis 100 Schritt breites Lager. Es sind darin nach und nach3,1 Steinbrüche angelegt worden, von denen aber jetzt nurnoch 2 gangbar sind. Die hauptsächlichsten Serpcntinstein-artikel sind Reibcschalen, Wärmsteine, Farbenreibsteine,Schreibzeug«, Würfel- und Dominospiele, Kaminrahmen,Tischplatten -c.
Scsom, lat. 8osamum; franz. 8csamc, jnglllmc ; engl.8osamn,n; ital. 8esi»nv, ist eine jährige Pflanze, die in Vor-derindien wild wächst und auch angebaut wird. Sie hatsich von hier durch Anbau »ach Persicn, Kleinasien, Süd-rußland, der europäischen Türkei, Griechenland, Sicilicn,Egppte» und Arabien verbreitet. Die kleinen elliptischenSamenkörner sind gelb, ohne Geruch und schmecken ange-nehm. Sie werde» theils, wie bei uns der Anis, Küm-mel rc. als Gewürz, oder zur Oelbercitung, und dies Ocl zuSpeisen oder zum Brennen benutzt. I» China bereitet mauaus dem Ruß der Sesamöl-Lampen die schöne schwarzeTusche. Bei diesem starken Gebrauch des Sesams in dengenannten Länder» ist er ein beträchtlicher Handelsartikel.Egyptcn führt viel aus, und Trieft viel (1837: 3200Star) ein.
8v8>»«», Kupfermünze in Mailand u. Parma.
Tester, Getreidemaaß im Großherzogth. Baden undim schweizer Kanton Basel.
Sesthnlf, d. i. Sechstehalb, Sechstehalbcr, eine alteholländische Silbermünze zu 3>,2 Stübern holländ. Curant,jetzt auf , Gulden oder 23 Cents (— 3 Stübcr) herab-gesetzt.
Tetier. 1) Altfranzösischcs Getreide - und Flüssig-keitsmaaß ; — 2) Flüssigkeitsmaaß in der französischenSchweiz.
Stadt in der ProvinzEstrcmadura in Portugal, in einem Meerbusen, da wo derSado sich in denselben ergießt, unter 38" 28'oi.Br. und 11"13' w. L-, mit 13,000 Ew., einem weiten und tiefen Hafen,beträchtlichem Handel mit dem in der Nähe gewonnenenSeesalz, mit Wein, Südfrüchten, Ocl, Esparto rc.
8eviIIi«, Hauptstadt der gleichnam. Provinz inSpanien, am Guadalquivir, 37" 22' n. Br. 8" 21' w. L.,mit 100,000 Einw. Sevilla war früher eine der bedeu-tendsten Manufakturstädte Spaniens; jetzt ist noch am wich-tigsten die königl. Tabaksfabrik, welche 14,000 Arbeiter be-
schäftigt; außerdem werden hier gefertigt: Seidentrcffenund Bänder, Gold - und Silberstoffe, Taschentücher, Hüte,Steingut, Wollen- und Baumwollengarn, Leder. DerHandel Sevilla's hat sich größtentheils nach Cadix und St.-Lucar gewendet. Es besteht hier auch eine Schifffahrts- u.Marinc-Artillerieschule.
Rechnungsarten rc. wie in Madrid.
Im Wcchselwesen wie Cadix und Madrid.
Maaße und Gewichle sind die castilischen.
Gelreidemaaß. Die hiesige lAnexa ist — 84,267 Liter,
— 2733,73 pariser Kubikzoll, — 0,9903 castil. llanega.
8«väII»»(spr. Scwilljüh»), heißt der in Spaniengeprägte Silberpiaster (?cso änro), im Gegensatz des inMejico gemünzten sogenannten mejicanischen Piasters;welche beide übrigens gleichen Werth haben.
Sewcrin, Sewcin, eine Verderbung des NamensSouverain; s. Souveraind' or.
Scynbrief, s. Seinbricf.
Sctischcllcn, Scchcllen, s. Mah o.
81 »« Stadt im West-Riding der Grafschaft
Pork in England, am Einfluß des Sheaf in den Don, mit98,000 Einw., eine der wichtigsten Fabrikstädte Englands.Ehemals schon durch seine Waffcnfabrikation berühmt,wurde doch der Grund seiner gegenwärtigen Größe haupt-sächlich durch die i» der Mitte des 18. Jahrh, erfolgteSchiffbarmachung des Flusses Don bis in die Nähe derStadt gelegt, indem hierdurch die Verbindung mit demCon-tincnt in's Leben trat und immer mehr neueJndustriczweigeergriffen wurden. Sheffield ist der Hauptsitz der englischenStahlwaaren- und Mefferfabrikatiou. Es liefert besondersMesser allcrArt,Schccrcn, Gabeln, Sägen, Meißel, Knöpfe,Kämme, grobe Eisenwaarcn rc. in vorzüglicher Güte in denHandel, und wetteifert in dieser Hinsicht mit Birmingham.Das Material liefern die äußerst reichen Eisenbergwcrkeund die Stcinkohlengrubcn in der Umgegend. Die Messervon Sheffield bestehen in viele» Hunderten von Sorten;man hat deren bis zu 28 Klingen in einem Griff, welche 7bis 8 Guinecn kosten, während andere mit nur einem Pennnbezahlt werden. In großer Menge liefert man auch sil-berplattirtc Waare» in mehr als 1000 Artikeln. VonBedeutung sind ferner die Eisengießereien, Dampfmaschincn-bauwerkstätten, Seidenmühlen, Teppichwebereien undTwistspinnercicn, die Bleiwcißfabrikcn ec. Die große An-zahl der Werke, welche alle diese Waaren erzeugen, dieMenge der Schmieden, Walzwerke u. s. f., läßt sich hierausleicht ermessen.
Rechnung, Münze», Mechfclangelegcnheileii, Maaße undGewichte wie in London.
Schilling, englische Rcchnungs-und ,
Silbcrmünze; s. London und vergleiche den Artikel
Schilling.
Siam. Hier (vgl. den Art. Bangkok) betreibe»gegenwärtig den Handel, in den britischen Besitzungen näm'lich, ein oder zwei europäische und einige bombaischc Kaustleute. Der König von Siam hindert den Verkehr durchschwere Monopole, so sehr auch Siam einer der wichtigste»Emporien der indo-chinesischen Gewässer sein könnte.