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Maaß bei Schiffsbefrachtungen, auch zur Bestimmung derLästigkeit (des Tonnengehalts) der Schiffe.
Faß, Tonne, altfranzösisches Gc-. treidemaaß (s. Paris), Weinmaaß in Bordeaux, und Ge-wicht oder Maaß bei Schiffsbefrachtungen in einigen fran-zösischen Häfen (lonnoau ile mcr, Schiffslast).
Tonnengehalt, s. Lästigkeit.
Tonnengeld , Lastgeld, heißt eine Abgabe derSchiffe, welche in den meisten Häfen entrichtet werden muß,sich nach der Größe der Fahrzeuge richtet und im gegen-wärtigen Werke unter den einzelnen Seehäfen angezeigt ist;s. Lastgeld.
Tönningen, Stadt in Schleswig, an der Mündungder Eider, mit 2600 Einw., Hafen und Handel mit Ge-treide, Flachs, Lein - und Rapssaat.
Tonnstelle, Feldmaaß in den russischen Ostseepro-vinzen.
Tontinen, heißen Renten, deren Bezug sich jemandsichert auf eine bestimmte, zu einem Gesellschaftskapital ein-gezahlte Summe. Er erhält dieselbe so lange er lebt, abermit seinem Tode erlischt das persönliche Eigenthumsrecht aufdas eingezahlte Kapital, so wie auf den Fortgenuß der Ren-ten ; vgl. den Art. Renten-Bersicherungsanstalt.
Topas, stanz. Topase; engt. Loxar; ital. I'opario,ist einer der häufigern Edelsteine, der sich gewöhnlich kry-stallisirt, zuweilen auch als Geschiebe findet und härter als! Bergkrystall, wird aber vom Saphir geritzt. Er hat einenj muschligen Bruch, ist durchsichtig bis durchscheinend und^ von sehr lebhaftem Glasglanz. Seine Farbe ist stroh-,schwefel-, wein- oder goldgelb, zuweilen ins Biolblaue,Grünliche und Weiße. Spezifisches Gewicht — 2,6. SeineBestandtheile sind Thonerde, Kieselerde und Flußspathsäure.Im Handel erhält der Topas je nach der Farbe und Durch-sichtigkeit folgende Benennungen: 1) Wassertropfen(goMto (I'eau): wasserhell; 2) sibirischer oder tauri-scher Topas: weiß, in's Bläuliche; 3) brasiliani-scher Topas: goldgelb mit einem Stich in's Röthliche;4) sächsischer Topas (auch Schneckentopas genannt):blaßweingelb; wenn er in's Grünliche spielt, so nennt manihn sächsischen Chrysolith; ö) indischer Topas:safrangelb; 6) brasilianischer Rubin: licht rosen-roth; 7) brasilian. Saphir: lichtblau; 8) Aqua-marin: meer-und berggrün. — Man findet den Topasals wesentlichen Gemengtheil des Topasfelsens bei Auerbachim sächsischen Voigtlande, ferner im Chloritschiefer, aufGängen in Gneiß, Thonschiefer rc. in Krystallen und Roll-stücken, in Schuttland, in Sibirien (Mursinsk und Miask),Brasilien, Nord-Schottland, Böhmen rc. Wegen seiner! großen Politurfähigkeit und seiner angenehmen Farbe istder Topas ein sehr beliebter Edelstein. Man verarbeitetihn zu Ring- und Nadelsteincn, Ohrgehängen, Petschaften,Colliers und die unbrauchbaren Stücke, so wie die kleinernund schlechten Krystalle verwendet man noch als Schleif-Material für weichere Steine. Zu diesem Zweck werden sievorher geglüht, darauf in Wasser abgelöscht und dann seingepulvert. Der Werth der Topase ist jetzt nicht mehr sobedeutend als früher, wo man sie seltner fand als jetzt.
In Brasilien sollen jährlich 80 bis 60 Arroben (eine— 31°/, berliner Pfund) gesammelt werden. Der Preishängt vorzüglich von der Größe und Farbenreinheit ab.Am meisten schätzt man die rosenrothen brasilianischen unddie weißen Topase. In Brasilien bezahlt man derartigeSteine von der Größe einer Bohne und wasserhell zuweilenmit einem Thaler. Im Durchschnitt kostet ein Karatsteinder angeführten Sorte 10 bis 13 Thaler, dagegen ein gelbernur 4 bis 6 Thlr. — In Sachsen sortirt man die Topasenach Größe und Güte. Die reinste» und größten werde»Ringsteine, die geringere Art Schnallensteine unddie geringste Carmoisingut genannt. Der Topas wirdzuweilen mit dem Beryll (Aquamarin) und Chrysolith ver-wechselt, er ist aber härter und schwerer als diese Steine.Ueberhaupt zeichnet sich der Topas vor allen andern ähnli-chen Edelsteinen durch die Eigenschaft aus, sowohl durchReiben als auch durch Erwärmen elektrisch zu werden.Unter dem Namen Rauchtopas versteht man den rauch-grauen oder braunen Bergkrystall.
Toque, Tubers, Touch. 1) Rechnungsmünze,Gold - und Silbergewicht im birmanischen Reiche; —2) chinesisches Probirgewicht.
Torfklafter, Turbenklafter, Torfmaaß inZürich.
Torfkorb, Turbenkorb, Torfmaaß in Zug undZürich.
Feldmaaß in Bologna; s. diesen
Artikel.
ist ein Großherzogthum im mittlerenItalien, dessen Umfang durch politische Veränderungen imI. 1847 ansehnlich verändert wurde. Die Enclaven sind ab-getreten, dagegen dasHerzogthum Lucca mit dem ehemaligenHauptlande vereinigt worden. Das Hauptland 393,36 QM.groß mit 1'/- Mill. Einw., liegt zwischen dem Kirchenstaat,Modena und Lucca, und stößt im W. an das toscanischeoder tyrrhenische Meer, auf dessen Küste das große berüch-tigte Sumpfland, die Maremnen, liegt. Im NO. stehendie Apenninen und senden Zweige in das Land, und im O.liegt eine sumpfige Hochebene mit einem See, der N. durchdie Chiana-Toscana mit dem Arno und S. durch dieChiana-Romana mit der Tiber in Verbindung steht. Ohngeachtetder Gebirge und Sümpfe gehört das Land zu den schönsten,fruchtbarsten und bebautesten Italiens. Seine Erzeugnissesind Getreide, Mais, Reis, Oliven und andere Südfrüchte,vorzügliches Olivenöl, gute Esel, aber schlechte Pferde,grobwollige Schafe, Ziegen, Schweine, schöner Marmor,Alabaster, Felskrystall, Salz und auf der zu Toscana gehö-rigen Insel Elba viel und vorzügliches Eisenerz. Die In-dustrie schafft Teppiche, Seidenzeuge, Damast, Marmor-,Alabaster- und Mosaikarbeite», Porzellan und berühmtefeine Strohhütc. Die Hauptstadt ist Florenz und dieHaupthandels - und Hafenstadt Livorno.
Münzen und Rechnung.
Ueber die bis 1837 gebräuchliche Rechnung s. den Art.Livorno. Die neue wurde durch eine Verordnung vom26. Dec. 1836 beseitigt. Seitdem ist auch die Wechsel-srist auf 30 oder 90 Tage festgesetzt und danach der Curs-