Unterwalden
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Uso
oder 400 Centner. — Die im Banat, in Slawonienund Kroatien übliche Okka von 2>/, wiener Pfund istunter dem Artikel Militärgrcnze näher erwähnt. InKroatien machen 120 Okka (— 270 wiener Pfund) einKübel aus. Im Banat hat der große Schinek 80Okka, — 180 wiener Pfund; der mittlere Schinek 60Okka, — 138 wiener Pfund; der kleine Schinek 80Okka, ----1121/2 wiener Pfd.
Medizinal- und llpoihekergewicht ist das wiener.
Unterwalden, einer der kleinen Kantone im Mittel-punkte der Schweiz, zwischen Schwyz, Luzern, Bern, Uri;16 QM., mit ohngefähr 12,600 Einw., meist Katholiken.Das Ländchen hat mehrere Seen, worunter der unterwald-ner der bedeutendste. Kartoffel-, Wiesen- und Obstbau nebstViehzucht (wenigstens 10,000 Stück Rindvieh) und Käsebe-reitung bilden die Erwerbszweigc der Bevölkerung. Stanzmit gegen 8000 Einw. ist der Hauptort des Kantons inNid-dem-Wald, Sarnen mit 3300 Einw. in Ob-dem-Wald.
Münzen und Rechnung.
Man rechnet nach Guldenzu 40 Schilt, b 6 Angsters 2 Heller, nach Gulden zu 18 Batzen oder 60 Kreuzern;jetzt aber meist nach Schweizer-Francs, oderLivreszu 10 Batzen d 10 Rappen.
Der Zahlwerth ist wie in Luzern, den französi-schen neuen Louisd'or zu 12 Gulden, den Neuthaler zu 3Gulden gerechnet.
Wirkliche Münzen des Kantons Unterwal-den sind:
In Gold: Ducaten.
In Silber: Ganze, Halbe und Viertel-Tha-ler. Stücke zu 3, 21/2, 1 und >/e Batzen.Groschen zu 2 8ous so krance (— 60 Lonli-mes). Lssis. Kreuzer. Rappen.
Maaße und Gewichte.
Die Maaße Unterwaldens sind denen von Luzerngleich. Nur die Elle oder Brazze weicht von der luzer-ner ab und ist 232?/, franz. Lin. lang.
Das Handelsgewicht ist das Schwergewichtder Stadt Zürich.
Unze (vergl. den Artikel Oncia). 1) Handels-,Gold-, Silber und Medizin algewicht von 2 Loth,deren Schwere sich nach dem Verhältniß des Pfundes richtet.(Man sehe die einzelnen Orte). 2) In einigen GegendenAfrika's rechnet man nach Unzen Gold; in Ad 0 wa (inAbyssinien) ist dieselbe — 4>/„ Zechinen — 10 Patakkas —239 Harf --- 920 Divini -- 9200 Kibear --- 27,600 Bo-jorkes oder Glaskorallen — 14 Rthlr. preuß. Curant. —1 Unze in Massuah hat den Werth von llU/2 Rthlr.preuß. Cur.
Ur, der siebenbürgische Eimer, ein Flüssigkeitsmaaß;s. Clausenburg.
Urdee, Oerrdih, Rechnungsmünze in Bombay.
Uri, schweizer Kanton, zwischen den Kantonen Schwyz,Glarus, Graubündten, Tessin, Wallis, Bern und Unter-walden; 22 QM., mit 14,000 Einw. Sehr gebirgig, mit
wenig fruchtbaren Thälern, in welchen nur Obstbau undViehzucht nebst Käsebereitung als Erwerbszweigc hervor-treten. Hauptort ist der Flecken Alt 0 rf.
Münzen und Rechnung.
Man rechnet wie in Unterwalden nach Gulden zu40 Schill. ä 6 Angster a 2 Heller, oder nach Gulden zu18 Batzen oder 60 Kreuzern.
Den hiesigen Zahlwerth bestimmt aber die Geltungdes franz. neuen Louisd'ors zu 13 Gulden, oder des Reu-thalers zu 3>/j Gulden, wonach 28,9237 hiesige Gulden eineköln. Mark sein Silber betragen und der Werth einesGuldens 14 Silbergroschen 6 Pfennige preuß. — 11 Gr>
1 Pf. Conv.-Münze.
Die wirklich geprägten Münzen des KantonsUri bestehen in ganzen und halben Batzen auSBillon.
Maaße und Gewichte sind die von Zürich. Blos dasFlüssigkeitsmaaß macht eine Ausnahme, indem dashiesige Maasi desselben 91'/>r franz. Kubikzoll enthält.
, oder auch Ropublica Oriontol-Uruguaz'genannt, ist ein Freistaat in Süd-Amerika, der NO. anBrasilien, W. an die la-Plata-Staaten, SO. und S. anden atlantischen Ozean stößt. Dieser Staat wurde erst1828, am 4. Oktober durch Vertrag zwischen Brasilien undBuenos-Ayres anerkannt, und hält ohngefähr 4900 QM-mit nur 230,000 Einw. Die Hauptstadt und Haupt-Hafen- und Handelsplatz ist Montevideo (s. ebend.),Hafenstadt C 0 l 0 nia mit 800 Einw., Handelsstadt Pay -sandu mit 7000 Einw. Die Handelsverhältnisse sind 1846durch eine Handels- und Schifffahrtsverordnung nebst Tarifder Emolumente, gedruckt in der Hamburger Börsenhalle1847, iw. 10,821, geordnet worden.
Usaltum, s. Uzalt un.
Ilsano (Unze), ein Gewicht im Westafrikanischen Kü-stenlands Guinea.
Usanzen ,s. Handelsusanzen.
Uso, Usowechsel. — Schon sehr frühzeitig stellte»sich neben andern Handelsgebräuchen (Usanzen) auf Wech-selplätzcn gewisse Fristen fest, in welchen man in der !Regel von einem solchen Platz auf einen andern , und um- >
gekehrt, die Wechsel auszustellen pflegte. Wollte man daher !
nicht aus besondern Gründen von dieser Gewohnheit abwei- schen, so unterließ man sehr häufig im Wechseldriefe selbstdie Angabe der Zahlungsfrist (Verfallzeit) und schrieb dafürblos: „Nach Uso," ,,a Uso,",, oder ,,li Usance," d. h>nachdem bestehenden Gebrauch; längere Wechsel-fristen pflegte man auch in doppelten (2) oder 1'/- Us>auszudrücken, kürzere in V2 Uso. Dem feststehenden Her-kommen gemäß wurde hiernach leicht der Verfalltag bestimmt >
und so hat sich dieser Gebrauch bis jetzt erhalten; der Usaselbst aber, d. h. die Anzahl Tage, die er begreift, ist anden einzelnen Orten sehr verschieden, weshalb man sich da-mit genau bekannt machen muß und zu welchem Ende wirim vorliegenden Werke unter allen Wechsclplätzen das Nö-thige bemerkt haben. Wechselbriefc, die nach Uso gestelltsind, heißen Usowechsel.
Nicht allein die Dauer des Uso ist in den einzelnen