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Zweiter Band. H - Z.
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Ungarn

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Ungarn

^greise, besonders wenn bezeichnet wird: eine Meileund ein Stück (Darab).

kandmaaß. Das ungarische Joch ist, nach der^rbarial-Vorschrift, ein Stück Feld für 2 preßburger WetzenAussaat und enthält normalmäßig 1100 bis 1200 und 1300Diener Quadrat-Klafter. — In den Comitaten Temes,^orontal, Krassü, Bacs, Czanäd,Czongräd undBokes ist das Joch das wiener von 1600 Q.-Klafter.^n den Comitaten Beröcze und Szerem (Syrmien, inSlavonien) hält das Joch Aecker und Weingärten 2000,

Joch Wiesen 1000 Quadrat-Klafter, ausgenommen die^aküvärer Herrschaft, wo das Joch Aecker 1684 Q.-Klafter, das Joch Wiesen 1317 Q.-Klafter hat. — ImNosegaer Comitat hält das Joch Aecker und Wiesen 1296^--Klafter.

Die gewöhnlichen Maaße für Weingärten sind:öieMotika von 200 Q.-Klafter, das Viertel von 800^..-Klafter, das Pfund von 80 Q.-Klafter (in OedenburgErsteht man unter einem Pfund Weingarten eineFläche von 78 bis 80 Q.-Klafter). — Der Hauer odereinhauer hält im Innern 280 Q.-Klafter, an der Küsteaber nur 200 Q.-Klafter.

Die Hohlmaaße sind nicht überall gleich, jedoch gilt fastÜberall für das Getreide das für ganz Ungarn vorgeschrie-bene preßburger Maaß, während die Weinmaaße sehr ver-schieden sind.

Ketreiveinaaß. Früher war der ofener Metzen dergebräuchlichste, darauf der preßburger, der nach Artikelb3 des Reichstags-Beschluffes von 1713 73 preßb. Halbe(Jcze) enthielt. Der durch das Gesetz von 1807, bis voreinigen Jahren für ganz Ungarn gesetzliche preßb. Wetzen(Kila; lat. öloäius oder Ketrota kosonionsis) enthielt 64preßburger oder ungarische Halbe (Jcze), — 34,4442 Liter,^ 2744,666 (nahebei 2744^) pariser Kubik-Ioll, --0,88321 wiener Wetzen, — 0,99039 preußische Scheffel. —Die Hälfte dieses Metzens nennt der Ungar an der Theißeine Vöka, der Pesther ein Drittel (weil der pesther Me-hrn um die Hälfte größer ist als der preßburger), der Zipsereinen Koretz. In Alps und Säros heißt dieser vorigepreßburger Wetzen (von 64 Halben) ein Kübel; in andernGegenden, namentlich in Debreczin und Miskolcz, heißt derdorige preßb. Wetzen eine Kila und wird auch in 2 Bökagetheilt, während hier 2 Kila oder Wetzen ein Kübel(Köböly, Zsak) heißen. Ebenso heißen in Temeswar 2(preßburger) Wetzen ein Kübel. — Der tyrnauersetzen ist — preßb. Wetzen, — 32 preßb. Halbe; derskalitzer Wetzen, wie der pesther, — IV- preßb. Wetzen,^ 96 preßb. Halbe. — Die Walachen bei Temeswar rech-nen den preßburger Wetzen zu 64 preßb. Halben, — 40Dkka, den p esth er M etzen — 60 Okka.

Der jetzige preßb. Wetzen hat wieder, wie früher, 73preßb. Halbe, also ----- 1,03733 wiener Wetzen, -- 1,16083preuß. Scheffel, --- 63,8018 Liter,--- 3216,4086 pariserKubik-Zoll; jedoch wird in allen kaufmännischen und land-N^rthschaftlichen Berichten noch immer der preßb. Wetzen zu04 preßb. Halben gerechnet.

In Pesth hat der Wetzen 96 ungarische Halbe oder, wieschon erwähnt, l'/z preßb.Metzen zu 64 Halben, oder 1'/^

jetzige preßb. Wetzen, — 1,32781 wiener Wetzen,---1,48888preuß. Scheffel. — Der Kübel bedeutet in Pesth 2 preßb.Wetzen oder 128 preßb. Halbe.

Die Kn oppern werden in Pesth nach dem Kübelgemessen und verkauft, ohngefähr — 3 wiener Wetzen, imGewicht 120 wiener Pfd. gerechnet. — In Temeswarwerden die Knappern nach dem Gewicht, und zwar nach demCentner, verkauft.

/liissigkeilsinaaß. Die Maaße für flüssige Dinge sindsehr verschieden, schwankend und ungewiß. Durchgängigwird in Ungarn die Halbe in 2 Seidel (ölesrelv) » 2 Rimpeloder Pfiff (bei mesreiv) eingetheilt. — Die Pinte oderMaaß hat 2 Halbe. — Das wichtigste Maaß ist der preßb.Eimer (lat. Uran), zu 64 preßb. Halben und dem vorletz-ten preßb. Wetzen an Inhalt ganz gleich, —0,93836 wienerWein-Eimer--- 0,79247 preuß. Eimer, --- 54,4442 Liter,--- 2744,666 pariser Kubik-Ioll. Der preßb. Eimerohne Hefen hat 60 preßb. Halbe. — Die preßb. Halbe(Jcze, lat. bledia) hält 198,688 Richtpfennige wiener Ge-wicht an destillirtem Wasser» — 0,60114 wiener Maaß, —0,74294 preuß. Quart, --- 0,830691 Liter, -- 42,8884 pa-riser Kubik-Zoll.

In Pesth und Temeswar ist das preßb. Maaßgebräuchlich.

In Oedenburg hält der Eimer (äks) 84 Halbe,ohne Hefen aber 80 Halbe; 4 ödenburger Halbe sind — 3preßb. Halbe, oder 1 ödenb. Halbe ist — preßb. Halbe,so daß der ödenb. Eimer von 84 Halben — 63 preßb. Halbe— preßb. Eimer (zu 64 Halben) — 53,8938 Liter —2701,781 pariser Kubik - Zoll ---- 0,92370 wiener Wein-Eimer.

In Aips giebt es eine besondere große Brannt-wein Halbe, und 4 solche große Branntwein-Halbe sind-^3 kleine Wein-Halbe, oder 1 große Branntwein-Halbe-----1>/, kleine Wein-Halbe.

Diebeiden in und um D ebreczin gebräuchl. Eimersind in diesem Art. Die Kantahat hier 10 Halbe.

Im eisenburger Comitat ist der Weder -- 32Halbe.

In und um Tokay so wie auf derHegyallya wirdnur nach dem Faß verkauft, das — N/, preßb. Eimer oder176, oder 180preßb.Halbe ist.— DerAnta l, Antalak, oderdas kleine tokayer Weinfaß ist — >/- tokayer Faß.

In Erlau ist das Faß — 1^/2 preßb. Eimer oder 96preßb. Halbe. Der Eimerist hier der preßb.

Im zempliner Comitat hält das gönczerFaß2'/? Eimer.

In Temeswar wird der Preis des Spiritus inKreuzern wiener Währung für einen Grad Alkohol-Gehaltnotirt und versteht sich für einen preßb. Eimer, in der Weisewie in Stettin. Um nun den Preis dieses Eimers zu finden,multiplicirt man die Grade der Stärke mit der Anzahl derKreuzer, welche, nach jener Bezeichnungsweise, ein Gradkostet.

Das Gewicht ist das wiener. Die Tonne oderTonelata (besonders bei Schiffsbefrachtungen gebräuch-lich) hält 20 Centner oder 2000 Pfund; die Last 20 Tonnen

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