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! Stand habe seine Empiriker; aber der politische hat diemeisten.
' Die Kriegskunst, welche die Rechte der Menschheit ver-theidigen soll, wird von vielen in der regellosen Uebung Ze-ucht. Die meisten glauben, sie fordere nebst dem Muthenehr nichts als den gemeinsten Verstand; sehr selten läßt sichjkin Offizier in den Kopf steigen, daß sie eine Menge Kennt-nisse voraussetze, von denen viele auch mit der Gelehrsamkeitin Verbindung stehen. Die wenigsten glauben mit dem Rit-ter Folard, sie sey nur für schlechte Kopfe ein Handwerk,und für feine eine Wissenschaft; oder mit dem Grafen Alga-rotti, sie sey ein System von der Art, wie man angreifenund sich vertheidigen solle, das auf die Erfahrung zwar ge-baut ist, aber auf die vermittelst der strengsten Untersuchungdes Verstandes in Grundsätze gebrachte Erfahrung aller Zei-ten und aller Volker. Nach dem triumphirenden Vorurtheileglaubt man von einem Lieutenant, der zehn Narben zeigt,und von einem Querpfeifer, der zwanzig Feldzüge gesehen,sie haben Erfahrung.
Die Arzeneykunst ist endlich in den Augen der meistenMenschen mehr nichts als das ungefähre Glück, für jede Klageein Recept zu haben, und also eine bloße Empirie. Ein Em-piriker in der Arzeneykunft ist ein Mensch, der um die Natur-geschichte, um die Zeichen und Ursachen der Krankheiten, umAnzeigen und Methoden, und hauptsächlich um die Entde-ckungen aller Zeiten und Volker unbekümmert, nach dem Na-men einer Krankheit frägt, alle seine Arzeneyen der Reihenach aufs Gerathewohl gibt, seiner Uebung folgt, und seineKunst mißkennt. Die Erfahrung der Empiriker ist immerfalsch, weil sie ihre Kunst ausüben ohne sie zu verstehen, undAnderer Recepte abschreiben, ohne zu wissen, wo und warumman sie gebraucht. Man mußte in den allerältesten Zeitendie Krankheiten sehen, ehe man darüber denken konnte, unddarum wollen die Empiriker noch jetzt immer Kranke sehen,aber niemals untersuchen, was sie sehen, und niemals wissen,was sie thun. Sie verschmähen allen Unterricht, verwerfen