Hunger», als der Manier seiner Vater nicht folgen. Anstattihre Bäume zu pfropfen, begnügten siel, die Miuorkanec denEngländern zusagen: niemand wisse besser, als Gott, wie dieBäume wachsen sollen. Eine aufgeklärte Menschenliebe hatdarum eine beträchtliche Anzahl wahrer Weltbürger bewogen,den Landban diesem Wahnwitz zu entreiße». Seit einigenJahren folgen auch verschiedene Gesellschaften von Patriotendiesen erhabenen Spuren bey uns. Wir entscheiden nicht, obdie Menschen durch Korn und Eise» zuerst gesittet und ewigunglücklich geworden; nur fangen wir an zu begreifen, daß wirmit ein wenig Erde und Eisen weit gemächlicher leben könnten,als der hungrige Spanier mit seinen Flotten und seinem Golde. !Aber noch setzt das blinde Dorurtheil die alte Uebung weit überdie redlichen Absichten dieser Gesellschaften: Mist über List.
Der Handwerker kann nicht besser seyn, als der Bauer. Erweiß mehr nicht, als ihm seine Vorgänger gewiesen, und begehrtmehr nicht zu wissen; ohne Geschicklichkeit und ohne Kunst übter seine Hände unveränderlich in dergleichen Arbeit; unbekanntmit Anderer Erfindungen, sucht er kein neues Licht, weil er andem alten genug hat; er fordert nicht kurze Wege, weil er derlangen gewohnt ist; seine Handgriffe sind seine ganze Kenntniß.Die besten Richter in dieser Art fanden in Paris unter tausendHandwerkern kaum zwölf, die sich deutlich über ihre Werkzeugeund ihre Arbeiten erklärten; viele kannten die Werkzeuge nicht,die sie seit vierzig Jahren täglich gebrauchten. Rousseau nennteinen solchen Handwerker eine Maschine, die eine andere Ma-schine leitet.
Die Staatskunst, die Könige zu Menschenfreunden oder lRaubthieren machen und das Glück der Welt versichern oder tzernichten kann, ist, dem Urtheile vieler Minister und vieler ;Magistrate zufolge, ein Handwerk; und ein hirnloser Schmie-rer, der die Expeditionszimmer aller Tribunale durchlaufen,ein Staatsmann. Socrates hat es schon gesagt, und der LordBolingbroke hat eS wiederholt, man dürft keine Wissenschaftoder Kunst ausüben, ohne davon die geringste Kenntniß zubesitzen, ausgenommen die Staatskunst. Mich dünkt, jeder ^