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! den; denn die Zeichenlehre hat unter allen Theilen der Arze-' neykunst am wenigsten geändert. Die Fieber des Hippokrates,' in seinen Büchern von den epidemischen Krankheiten, sind in, allen Zeiten entstanden, und werden in allen Zeiten entstehen,welches aus den Schriften aller Aerzte, die der Natur getreudie Krankheiten mit dem Pinsel der Natur beschrieben, und, besonders aus den Schriften deS Sydenham, erhellet. In die-^ sen Büchern des Hippokrates enden die Seitenstiche und die> Peripneumonien durch einen starken Auswurf oder durch einenkritischen Bodensatz im Harne; die hitzigen Fieber von der hef-' tigern Art, und die Hirnwuth durch ein Nasenbluten; dieWechselfieber durch warme, häufige und stinkende Schweiße;die gemeinen hitzigen Fieber, und die, welche verdorbenen Stoffin den Gedärmen zur Ursache haben , durch Brechen und Pur-giren; die hitzige Gliedersucht und die Flußfieber durch einenstark beschwerten Harn, den Stuhlgang oder den Schweiß.Die kritischen Tage sind zwar in unsern Zeiten bey den Mor-genländern viel genauer und den Lehren der Alten gemäßer,als bey uns; doch kommen unsere Wahrnehmungen den ihri-gen sehr nahe, so bald man sich ihrer Methoden und ihrerMittel bedient. So sehr nun ThasuS durch die Lage deü OrtSund den Zustand der Luft von den Ländern, wo wir leben,verschieden ist, so unbeträchtlich ist überhaupt der Unterschiedzwischen den Fiebern des Hippokrates und unsern. Auch diemeisten von Sydenham in England beschriebene Krankheitensind nach allen Umständen und Zeichen unsere eigensten Krank-heiten in der Schweiz.
Verschiedene Arten von Krankheiten sind nicht so vorzüg-lich an einen Himmelsstrich gebunden, daß sie sich nicht auchin dem entgegengesetztesten Himmelsstriche finden können.Man glaubt sonst, die faulen und bösartigen Fieber herrschenweit mehr in dem Süden, und die Fieber mit Entzündungin dem Norden. Diese Bemerkung ist überhaupt wahr; dochist der Süden und der Norden im Allgemeinen nicht so ge-sund als man glaubt. In Castilien soll die Lust äußerst ge-sund, und die Fieber weder gemein, noch bösartig, noch hart-