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Nachdem nun Boerhave dieses alles gesehen und erfahren, unddurch seinen Finger nicht den geringsten Schaden in diesendurch die Krankheit selbst verletzten Theilen verursacht hatte,so machte er drey Zoll über dieser nun bekannten Wunde eineOeffnung in der linken Seite der Speisröhre, damit die Um-stehenden sehen können, wohin der durch diese Oeffnung in dirHöhle der Speisröhre gebrachte und unterwärts sanft fortge-hende Finger hinkomme. Sogleich drang die Spitze des Fin-gers durch die Ritze, welche die Krankheit durch eine größereKraft gemacht hatte.
Man sieht also, daß die Krankheit des Admirals in einerZerreißung der Speisröhre bestand, vermittelst welcher ihm, durchdie zugleich entstandene Oeffnung des Brustfells, alles, waser zu sich nahm, in die Brust, und nicht in den Magen kam.Boerhave hatte gezeigt, daß der Ausgang des Magens sichgeschlossen haben mußte, nachdem der Admiral sieben Schalenvon dem Cordobenediktenthee getrunken, und doch nur wenigbrechen können, weil sich der Magen immer um so wenigerleeren kann, je voller er ist; daß, da der Magen in diesenUmständen immer unterwärts und vorwärts getrieben wird,alle Gewalt, die der Admiral zum Brechen angewendet, aufdas Zwerchfell und die Speisröhre gefallen, und daß unterdiesen heftigen und vergeblichen Bemühungen zum Erbrechen,welche sich durch das niederwärts mit der äußersten Stärkegezückte Zwerchfell machen, die von dem aufschwellenden Ma-gen ohnehin gespannte, von dem in den Schlund gebrachtenFinger aufwärts gezogene, und zugleich gereizte, Speisröhrealsbald zerborsten sey. In diesem Zeitpunkt, sagt Boerhave,habe der Admiral das angeführte grausame Geschrey erhoben,und allzuwahr ausgerufen: es sey ihm inwendig etwas zer-borsten. Es schien aber nicht, daß die Speisröhre auf einmalrntzwey gerissen sey, sondern die bey dem ersten Anstoß ent-standene Wunde müsse nacheinander immer mehr und mehr biszu der endlichen Iecberstung sich erweitert haben. Inzwischenhabe der durch neue Getränke überfüllte Magen diesen ganzenVorrath aufwärts ergossen, dieser sey durch die offene Wunde