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gen guten Eigenschaften de» Pulse» ebenfalls vorhanden sind.Je mehr sich der Puls von dieser Gleichheit entfernt,. destogewisser kann man auf etwas Fehlerhaftes in dem Körperschließen. Diese Gleichheit ist verloren, wenn die Ueberein-stimmung der Ursachen gehemmt ist, die zu dem Umlaufe desBlutes in dem natürlichen Zustande mitwirken. Ueberhauptist der Puls um so mehr schlimm, je mehr er ungleich unddabey geschwind ist.
Es gibt, wenn man nicht allzuspitzfindig seyn will, dreyGattungen von Ungleichheit des Pulses. Die erste ist dasAusbleiben eines Schlages in der gewohnten Ordnung; diezweyte die Verdoppelung einzelner Schläge; die dritte die auf-steigende Verstärkung einiger nacheinander folgender Schlage.
Das Ausbleiben eines Schlages wird aus einem MangelbeS Blutes in der großen Pulsader, oder aus einer Schwach-heit des Herzens hergeleitet. Man bemerkt es nach vielenSchlägen und nach wenigen. Nach vielen Schlägen wird esoft wahrgenommen, und es ist nicht von Wichtigkeit; nachwenigen hat es immer mehr, und nach den wenigsten am mei-sten zu bedeuten. Es wird nach sehr wenigen Schlägen insehr bösartigen Fiebern und in der Pest bemerkt, weil dann-zumal die Schwachheit des Lebens unendlich groß ist. EinPuls bleibt mehrentheils bey jedem Herzklopfen aus, daher sichUnwissende oft verwundern, wenn man ihnen bey der Beob-achtung ihres Pulses sagt: nun hat euer Herz geklopft. Inden meisten langsamen Krankheiten sehe ich dieses Ausbleibenoft, ohne daß es von Wichtigkeit sey, aber ich bemerke esauch bey Personen, die durch Schlaflosigkeit und heftige Schmer-zen sehr ermattet sind. In hitzigen Brustkrankheiten kommtmir dieses Ausbleiben häufig vor, ohne daß, wie Solano will,jemals ein Bauchfluß darauf folge. Es ist bey Sterbendengar nicht selten.
Die Verdoppelung einzelner Schläge ist in dem Pulse fühl-bar, in welchem zwey Schläge aufeinander geschwind, undder dritte langsam folgt. Man schreibt diesen PulS einem Hin-derniß überhaupt zu, wider die sich das Herz mit wiederholtem