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großen, eine Beschwerung der Brust von ausgegossenem Blute,oder irgend einer andern stockenden Materie, und etwas aufdie Luftröhre Drückendes, oder derselben in Absicht auf denDurchgang der Luft sonst Hinderliches anzeigt; und dieses,sagt Doerhave, ist immer gefährlich.
Der Athem ist geschwind , wenn die Lungen geschwind sichbewegen, und die Menge des BluteS, das durch dieselbe lau-fen muß, groß ist. Diese Geschwindigkeit hat eine größereAnstrengung der Werkzeuge des Athems, aber kein Hinder-niß in den Lungen zum Grunde. Im Laufen werden dieAthemzüge bey jedem gesunden Menschen vermehrt, seine Lun-gen sind darum noch nicht verstopft. Es ist aber in Krank-heiten von Wichtigkeit aus diesem Zeichen zu sehen, daß einegrößere Anzahl Blut in einer gegebenen Zeit in die Lungen fließt,welches niemals gut ist.
Der Athem ist langsam, wenn das Gegentheil geschieht.Die Unnützlichkeit aller Anstrengung, und die mäßige AnzahldeS in die Lungen kommenden Blutes, sind immer gut, wennkein anderes Hinderniß vorhanden ist, und die übrigen Zeiche»nicht böse sind.
Der Athem ist sehr geschwind, wenn die Zwischenzeit derEinathmung und Ansathmung so klein als immer möglich ist,welches allemal ein Hinderniß anzeigt, von welchem die Lun-gen sich zu befreyen suchen. Dieses Hinderniß ist mehrentheilsin die Zellen der Lungen ausgegossenes Blut, und folglich eineEntzündung; die sehr große Geschwindigkeit des Athems magnun mit einem heftigen Schmerz, oder mit einem bloßen Drückenbegleitet seyn. Man sieht es aus den übrigen Zeichen, wenndiese große Geschwindigkeit von vielem, in den Zellen der Lun-gen schwebendem Wasser herkommt; denn gleichwie den Lun-genentzündungen sich bisweilen eine Brustwassersucht plötzlichzugesellt, so entstehen auch mitten in der Wassersucht bisweilenLungenentzündungen, dergleichen drey der vortrefflichsten Aerzte,Herr Leibarzt Störk in Wien, Herr Donald Monro in Lon-don, und der jüngere Herr Schobinger in St. Gallen, ge-sehen , und durch die gewöhnliche Methode geheilt haben. Ein