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durch die schlechte Lust unterstützten Nahrung der Fäulniß, undbesonders von faulen thierischen Theilen entstehe.
Die Ausdünstungen der stehenden Wasser sind fast au» dengleichen Ursachen schädlich. Eine unendliche Menge Insektenwerfen sich dahin, sterben und faulen mit einer um so vielheftigern Wirkung, da schon in dem Leben ihre Theile ammeisten zur Fäulniß geneigt sind. Die Sümpfe sind auch fastohne Ausnahme mit scharfen, ätzenden, stinkenden und zurFäulung geneigten Pflanzen bewachsen, durch welche ganzallein die Ruhr in Paris scbo» unter das Volk gekommen ist,weil man dort das Flußwasser der Seine trinkt. Ueberhauptsind die Wasser der Fäulung so wohl fähig, daß auch dasWasser aus dem Vechtstrom, dessen sich die holländischen Schiffebedienen, in Fässern so sehr fault, daß der Dampf aus dem-selben ordentlich Feuer sängt.
Aus diesen stehenden und mit verfaulten Theilen angefüll-ten Wassern steigen Dünste auf, die durch den Athem einge-zogen, der Gesundheit schaden, wenn die Witterung nicht sehrkalt ist. Die Ausdünstungen der Sümpfe scheinen in denkalten Ländern nicht so schädlich zu sehn, als in den heißen,obschou die Krankheiten auch in Finnland zuweilen sehr bös-artig sind; obschon in Schweden die schlimmsten Flußfieber,die Fleckeufieber, auch gefährliche Pocken und Masern fast jähr-lich herrschen. Aber es ist nicht ausgemacht, daß der schlimmeCharakter dieser Krankheiten eine Wirkung des vielen Schnce-und EiSwaffers sey, das freylich im Sommer ausdünstenmuß, und der häufigen Sümpfe, die eben aus dieser Ursachein allen kalten Gegenden gemein sind, weil sich doch überhauptalles in der Natur um so mehr zu der Fäulung neigt, je mehrman gegen Mittag rückt. Die Ausdünstungen der Sümpfewirken in Deutschland Tertianfieber, in Ungarn Petechienficber,in Italien halbe Tertianfieber, in Egypten und Aethiopiendie Pest. In Barbados ist der Schaum des stehenden Wassers«in heftiges Gift, das die Vogel, die Schweine und sogar dieOchsen tödet.
Unter die stehenden Wasser zähle ich die Schanzengräben,