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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / von Dr. Joh. Georg Ritter v. Zimmermann
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der Festigkeit des Boden« versichert zu seyn; ich habe beobach-tet, ehe ich Vernunftschlüsse machte, ich habe Vernunftschlüffegemacht, ehe ich schrieb.

Viertes Buch.

Von dem Genie und den ersten Schrittendesselben zu der Erfahrung.

Erstes Capitel.

Von dem Genie überhaupt.

Die genaue Beobachtung einzelner Dinge und Begebenheitenwäre ohne die Kunst, aus denselben allgemeine, und mit derwahren Beschaffenheit der Sache übereinkommende Begriffe zuziehen, nicht zulänglich. Man gelangt durch das Genie zudieser Kunst.

Alle Menschen verbinden sich, dem Genie die höchste Stufeunter den Gaben des Geistes zu weihen. Alle finden in dem-selben etwas der gemeinen Bahn Entschwungenes, etwas Schö-pferisches. Ich verstehe unter Genie einen hohen Grad derVollkommenheit aller Erkenntnißvermögen, oder einen hohenGrad von Verstand mit einem hohen Grade von Witz.

Es gibt Dichter, die geneigt sind, die Grundlage desGenie in der Einbildungskraft zu suchen. Ein Dichter die-ser Art ist berechtigt, von seiner eigenen Größe zu denken,wie er will; er kann glauben, es sey größer einen VerS zuschöpfen, als ein Königreich zu regieren; größer einen Heldenzu besingen, als ein Held hu seyn. Nach diesem falschenGrundsätze hat man so viel Falsches von dem Genie gesagt,bin erträglicher Grad von Vernunft wird dem Genie abge-