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gen der Nugenkrankheiten, und besonders der Staar, sind einegar nicht seltene Wirkung des häufigen Beyschlafes; viele durchihre allzumuntere Weiber ausgemergelte Männer speyen oftwenige Monate »ach der Hochzeit Blut, und haben immeretwas Meerkatzisches in ihrer Physiognomie. Weit gefährlicherisi die bey einigen aus dem allzuhäufigen Beyschlaf entstehendeRnckendarre, eine bösartige Auszehrung, die sich hauptsäch-lich durch einen Schmerz in den Lenden, ein Grübeln in demNucken, und eine rollende, ziehende Empfindung in den Geilenäußert. Ueberhaupt weichen durch einen unmäßigen Beyschlafwie durch andere entkräftende Ursachen die Krankheiten ausihrer natürlichen Ordnung. Die Aerzte, welche ihre Kunst inder großen Welt ausüben, wissen am besten, wie sehr die Un-zucht der Vornehmen ihre Krankheiten verschlimmert, verwickeltund unkenubar macht. Herr Lissot leitet mit Recht auch zumTheil aus dieser Quelle die böse und tödtliche Unart der Krank-heiten.
Ein unmäßiger Beyschlaf ist für die meisten Weiber einbloßer Spaß, obschon eS auch Umstände gibt, in welchen erihnen sehr schädlich ist. Die bey uns so häufigen unzeitigenGeburten haben mehrentheils keine andere Ursache, wennschonein unmäßiger Beyschlaf nicht die Ursache der ersten unzeitigenGeburt ist; denn der Neigung zu fernerm Unglücke kann nie-mals abgeholfen werden, wenn sich die einmal schwangere Fraudes Beyschlafs nicht enthält. Es widerfährt auch, daß dieFrauen oft empfangen, ehe die Mutter von den Folgen einer unzei-tigen Geburt recht gereinigt ist, daher denn mehrentheils durchden Reiz deS zurückbleibenden Stoffs auch das Kind weggeht.Sie müssen sich also unumgänglich vor einer allzufrühen Em-pfängniß nach einer unzeitigen Geburt hüten, wenn sie nichtvon neuem in das gleiche Unglück verfallen wollen. Herr Leib-arzt von Werlhof in Hannover, welcher bekanntlich einer dergelehrtesten, scharfsichtigsten, größten und liebenswürdigstenAerzte von Europa ist, glaubt, alle Arzeneyen seyen ohne dieseSorgfalt umsonst, da im Gegentheil die Neigung zu unzeitigenGeburten, Mondkälbern und Blutflüssen, entweder von selbst