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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / von Dr. Joh. Georg Ritter v. Zimmermann
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Nacht eine Geschwulst in dem Angesichts entstehe, die desMorgens wieder verschwinde; den Abend fand ich die gleichenUmstände. Am siebenzehnten Tage ward der Kopf abermalsvon dem in die Stube gekommenen Rauche dumm; doch hat-ten die vorher beschriebenen Schmerzen nachgelassen. Am acht-zehnten Tage war der Kopf noch immer dumm; die Krankehatte keine Eßlust und keine Kräfte. Am neunzehnten Tagewaren die grausamsten Schmerzen in dem Innersten des AngeSund an dem ganzen halben Kopfe wieder vorhanden; des Abendsbefand sich die Kranke etwas besser. Am zwanzigsten schiensie ziemlich wohl. Am einundzwanzigsten war die Stube noch-mals voll Rauch, und die Kranke hatte sich erbrochen; deretwas mildere Schmerz zog sich von dem Auge gegen dieSchläfe. Am zweyundzwanzigsten war dieser Schmerz nochimmer vorhanden; die Thränendrüsen trieften Eiter; des Nachtswar die Kranke schlaflos und ganz verwirrt.

Am dreyundzwanzigsten Tage war die Kranke des Morgenszwar ganz vernünftig, der Puls langsam und voll; aber desAbends hatte sie ein entsetzliches Stechen, Brennen, und eineunbeschreibliche Schwerigkeit im Kopfe; das Auge war entzün-det; des Nachts war sie wahnwitzig. Am vierundzwanzig-sten und fünfundzwanzigsten Tage des Morgens vernünftig;des Abends mit einem heftigen Kopfschmerz geplagt; des Nachtswahnwitzig. Am sechsundzwanzigsten eben so; zudem hatte dieKranke in der letzten Nacht stark geschwiK; daher entstandenihr weit über das Angesicht umher Bläschen wie Hirskörner;doch fand ich einige, die drey Linien im Durchschnitte hatten;des Abends waren diese Bläschen verschwunden; des Nachtswar sie wahnwitzig. Am siebenundzwanzigsten waren die Bläs-chen wieder da; aber sie verschwanden mir unter den Augen;des Nachts war die Kranke wahnwitzig. Am achtundzwanzig-sten fand ich sie des Morgens, wie gewohnt, vernünftig; desNachts schlief sie eine Stunde, welches nun lange nicht wie-dcrfahren; übrigens schien sie weniger wahnwitzig. Am neun-undzwanzigsten fand ich Morgens und Abends die Kranke et-was besser, und so war sie auch durch die Nacht. Am drey-