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eines griechischen Reiches beabsichtigt und beschlossen. Da diePforte schon längst im Stillen erbittert war, daß Rußland denChan der Krimm und der Kuban, auch den Fürsten von Geor-gien vermocht hatte, ihre Länder dem Scepter Katharinens zuunterwerfen; da die Pforte immer mehr fühlte, wie drückendihr Rußlands Nahe ward; so wurde sie, nach der Zusammen-kunft Josephs und Katharinens zu Cherson, unter dein Ein-flüsse Englands und Preußens vermocht, handelnd gegen dieletztere Kaiserin aufzutreten; zumal da das sogenannte griechischeProject seiner Verwirklichung sich zu nähern schien. Kaumwar daher der russische Gesandte bei der Pforte, Bulgakow,von Cherson wieder in Konstantinopcl eingetroffen, als er so-gleich zum Reiö-Effendi gerufen, wo ihm folgende Forderungenvorgelegt wurden: 1) Auslieferung des Moldau'schen Hospo-dar'S Maurokordato, der sich in daö russische Gebiet geflüchtethatte; 2) Abberufung des russischen Consuls zu Jassy, der sichals Friedensstörer gezeigt hätte; 3) Zulassung türkischer Consulnin allen russischen Seehäfen und Handelsplätzen; D PreisegbungdeS Fürsten Heraclius von Georgien; 5) Durchsuchung der auödem schwarzen Meere kommenden russischen Schiffe; 6) freienSalzverkaus für die Oczakower Türken in Kpnburn; 7) Abbe-rufung aller russischen Consuln in der ganzen Levante, die imEinverständnisse mit den aufrührerischen Bey's in Aegyptenseyen. Als Bulgakow die vier ersten Forderungen sofort zurück-wies, wegen der übrigen aber erst weitere Befehle seines Hofeseinholen zu müssen erklärte, drohte man ihm auf der Stelle mitKrieg, und gestattete ihm nicht einmal, Couriere nach St. Pe-tersburg abzusenden.
Wie begreiflich, mischte sich der k. k. österreichische Jnter-nuntius zu Konstantinopel, weil Kaiser Joseph noch gerne einemKriege ausweichen wollte, zumal, da er, in den Niederlandenvornämlich, Gewitterwolken über sich stehen sah, und die er erstgerne zerstreut haben wollte — in die Sache, um zwischenRußland und der Pforte zu vermitteln; aber umsonst. Am6. August 1787 wurde Bulgakow nochmals zum Reis-Effendizu einer Conferenz bcschiedcn, und, als er hier die Einwilli-gung zu den ihm abermals vorgelegten Forderungen wiederverweigerte, gefangen genommen, und aus altherkömmliche Weiseig die sieben Thürme geworfen. Und wenige Tage darauferfolgte dann auch die förmliche Kriegserklärung der Pforte anRußland. Mit Oesterreich zwar wünschte die Pforte die seitdem Belgrader Frieden (1739) bestandene friedliche Stellungbeizubehalten. Allein Joseph war Rußlands Bundgenosse und