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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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120
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lich an der Tete einer der Sturmcolonnen befunden, die er mitder ihm eigenen Umsicht geleitet habe.

Am 11. drang MelaS gegen Cagoretto vor und warfMassen« von Stellung zu Stellung bis Arenzano. Massena'sTruppen wurden an der Meeresküste von sechs kleinen Fahr-zeugen heftig beschossen. Die hierdurch entstandene Unordnungwurde durch die lebhafte Verfolgung der österreichischen Husarennoch vermehrt. Massen«, der keine Reiterei bei sich hatte,sammelte bei 30 berittene Offiziere und Guides um sich undsprengte an ihrer Spitze den Husaren entgegen und rettete die flie-hende 97. Halbbrigade. Uebrigens wurde er dabei nur durch die Auf-opferung einiger seiner Offiziere von der Gefangenschaft gerettet.

An demselben Tage griff Soult den linken Flügel derk. k. Hauptcolonne, die Brigaden St. Julien, Brentano undBellegarde an und nahm ihnen die Position auf dein MonteVcrcira und dem Ormetta ab; am 12. aber vertrieb er sie ausihren Stellungen aus dem Monte Fajale und Bricco di Ca-vallo. Diese Vortheile, welche er gegen den linken Flügel vonMelaS errungen hatte, wodurch er in der linken Flanke diesesFeldherrn stand, bewogen den letzteren, schnell eine nachdrucks-volle Bewegung zu unternehmen. Er zog am 13. seinen rechtenFlügel auf die Höhen von Arbizola und den Monte Legino zu-rück und beschloß, mir vereinter Kraft die widrigen Ereignisseauf dem linken Flügel wieder herzustellen. Feldmarschall-Lieutenant Prinz Hohenzollern erhielt Befehl, rasch aus Genuavorzudringen und Massena's Aufmerksamkeit zu theilen. MelaSselbst hatte am 14. April vier Brigaden auf den Hohen deöMonte Legino gesammelt und brach mit ihnen am 15., um3 Uhr Morgens, gegen Soult auf. Dieser General, durch dieVerstärkung deö österreichischen linken Flügels für Sasello be-sorgt, ertheilte den Befehl, diesen Ort auf daö Nachdrücklichstezu vertheidigen. Er selbst sammelte seine Hauptmacht auf demOrmetta. General St. Julien griff, auf Melas Befehl,Sasello an, nahm es, mußte es aber, durch Gazan gezwungen,wieder verlassen. Nachmittags ließ Soult den Monte Lodrinoangreifen; Bussy warf aber hier die Franzosen zurück und fieldenselben sogar in die Flanke, als sie sich gegen delle Mogliewandten, um hier St. Juliens Stellung zu attaquiren. AlleAngriffe Soults wurden abgewiesen und der französische Ge-neral Fressinet verwundet.

Gerade als dieser geschilderte Kampf am hitzigsten war,griff Massen« mit zwei Kolonnen die Brigade Lattermann anund hoffte Savona zu erreichen. Allein die österreichischen