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aufkamen, blieb unentschieden, gewiß ist es, daß der GeneralLauer mit seinem hohen Rathe den bisherigen Entschluß plötz-lich änderte, und die große Straße von Mühldorf nach Münchenzu gewinnen beschloß. Etwa drei Viertheile der k. k. Haupt-armee erreichten über Lohkirchen, Zangberg, Hundsham, Er-härtung, unter großen Mühsalen — bei den grundlosen Wegenmußten mehrere Abtheilungen 12 Stunden auf dem Marschezubringen — am 30. November Ampsing. General Kicnmayerführte den rechten Flügel nach Vilsbiburg, um sich bei Hohen-linden wieder mit der Hauptmasse zu vereinigen; nur der Vor-trab unter Mecsery, welcher Feinde aus Landau und Landöhutvertrieben hatte, überschritt am 1. December die Jsar bei Mos-burg, suchte die Verbindung mit Klenau und hatte so keinenAntheil an den nächstfolgenden Ereignissen.
Die Armee Moreau's bestand damals aus 109,560 Strcit-sähigen, in 103 Bataillons, 134 Escadrons. Lecourbe befehligteden rechten, Grenier den linken Flügel, Moreau die Heermitteselbst. 12,000 Mann des rechten Flügels Moreau's beobach-teten das österreichische Corps in Tirol; zwei Divisionen warenim Anmärsche; der Rest der Armee stand am 28. Novemberin Helfendorf, Ebersberg, Hohenlinden, an den von Rosenheim,Wasserburg und Mühldorf nach München führenden Straßen.Moreau's Armee war die beste, welche seit dem Anfange desRevolutionskrieges unter den Waffen gestanden hatte; die Un-terfeldherren (Ney, Gudin, Richepanse, Grouchy, Decavn, Le-courbe, Nansouty, Grenier rc.) mit den Schlachtfeldern ver-traut und von bewährter Trefflichkeit. Augereau mit der gallo-batavischen Armee (Abtheilungen: Duhesme, Barbou, Dumonceau,Treilhard) hatte Aschaffenburg besetzt, die Oesterreichs unterSimbschen nach Franken bis Nürnberg, die Mainzer unterAlbini bis Fulda gedrängt, und hielt dann Klenau im Schach.
Ohne Ahnung von den Bewegungen der österreichischenArmee und höchst wahrscheinlich noch ohne bestimmten Opera-tionsplan, ließ Moreau seine Truppen am 28. November gegenden Jnn vorrücken, um nach Lage der Umstände weitere Maaß-regeln anzuordnen. General Grenier kam mit den DivisionenLegrand und Bastoul am 30. in die Gegend von Ober-Tauf-kirchen und Haun, und drückte den General Läppert auf derHauptstraße von Hohenlinden nach Haag zurück. Die DivisionNey erschien am 30. unweit Ampsing, als eben die österreichi-schen Kolonnen dort anlangten, weshalb sie, etwas zurückwei-chend, zwischen Haun und Asch au Stellung nahm; die DivisionGrouchy war als Rückhalt nach Haag gefolgt. Die Division
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