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wurde, den Ort zu verlassen und sich nach Markgrafen-Neu-siedel zurückzuziehen, wo er sich auf der Anhöhe aufstellte.Davoust entsendete beträchtliche Reiterschaaren zwischen dieseund dem Orte Ober-Siebenbrunn, und bedrohte so Nordmannölinke Flanke. Dieser General hatte bei diesen partiellen Ge-fechten viele Leute und Pferde verloren, weil er den Muth ge-habt hatte, mit seinen wenigen Truppen den ganzen rechtenFlügel der Franzosen auszuhalten.
Ein Theil der österreichischen Vortruppen war in Rasch-dorf eingeschlossen; Bernadotte drang von Reihendorf dahin vorund ließ durch das 5. französische Infanterie-Regiment das Dorfnehmen. Zur näheren Beobachtung deö Feindes war ein Theilder Reiterei deö Fürsten Lichtenstein von Breitenlee gegen Rasch-dorf und Pysdof vorgerückt. Mehrere Schwadronen dieserbraven Reiterei eilten dem vordringenden Bernadotte entgegen,und warfen die sächsische Reiterei desselben mehrmals zurück,wobei man bemerkte, in welchem vortrefflichen Zustande derFütterung sich die Pferde der Oesterreichcr befanden, da hin-gegen die der Sachsen nur noch in Haut und Knochen hingen.Die Oesterreichcr bedrohten sogar selbst Bernadotte's Corps,und behaupteten eine Zeit lang das Feld, mußten aber danndem zahlreich entwickelten Geschütze, Fußvolke und einem neuenAngriffe weichen, den Bernadotte's Adjutant, der jetzige Mar-schall Gerard, an der Spitze der sächsischen Reiterei unternahm.Etwa auf dem halben Wege an den Feind, erhielt der rechteFlügel der sächsischen Reiter Jnfanterieseuer von einem Infan-terie-Bataillon, daö sie nicht bemerkt hatten, da es in einerVertiefung stand, was jedoch den Rittmeister Lindenau nicht ab-hielt, seine Husaren-Escadron rechts schwenken zu lassen und das-selbe mit Erfolg anzugreifen. Die Attaque der übrigen Schwa-dronen war dadurch nicht aufgehalten worden. In diesemKampfe fügte es der Zufall, daß auch zwei Regimenter auf-einander trafen — österreichische Cuirassicre und sächsischeChevaurlegers, welche beide von demselben Inhaber, dem Her-zoge Albert von Sachsen-Teschcn, den Namen trugen.
Napoleon hatte sein Hauptabsehen auf die Stellung beiWagram selbst und auf den linken Flügel der Oesterreichcr ge-richtet, dessen äußerste Spitze durch den Thurm bei Markgrasen-Neusiedel bezeichnet wurde. Oesterreichischer Seits erkannteman die Richtung sehr wohl, besetzte die Anhöhe jenes Thurmesund wollte sogar in der Eile noch Schanzen auswerfen; alleinder Anmarsch der Franzosen ließ wenig Zeit zu neuen Vor-kehrungen. Nachmittags hatte Napoleons rechter Flügel —