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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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318
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entgegen; die französischen Marschälle kämpften, den Weg freizu machen, umsonst; ihre Reiterei unter Bordesoult, Bclliard,Merlin, Noussel, Grigny, wurde mehrmals geworfen; siemußten sich zum Rückzug auf Sommcsous und Conontray be-stimmen. Hier neu zurückgeschlagen, suchten sie mindestens dieHöhe von Fvre-Champenoise, wo eine sichernde Aufstellungzu erreichen war, zu erreichen; allein sie wurden, ehe sie diesenOrt erreichen konnten, noch einmal angegriffen, wobei ihnendie österreichische Reiterei lebhaft in die Flanke fiel. GanzeCarres wurden gesprengt; die Brigaden Jeannin und Capi-tale litten schrecklich; Geschütze wurden erobert und Gefangenegemacht. Panischer Schrecken ergriff die Franzosen; vieleflohen nach La Fere-Champenoise hin; doch ein aus der Stadtverbrechendes und zu Hilfe eilendes französisches Cuirassier-Regiment leistete gute Dienste und ihm gelang cS, den An-drang der Verbündeten einige Zeit zu zügeln. Die Marschällegelangten Abends 9 Uhr mit hartem Verluste nach Allemantbei Sezanne, weil die Angriffe und die Verfolgung der Ver-bündeten nachgelassen hatten. Schwarzenberg war mit denMonarchen von Rußland und Preußen zu La Före-Champenoiseangekommen und hatte einem Theil der Reiterei, die im Ge-fechte und Vorrücken war, den Befehl gegeben, Halt zu machen,weil das Fußvolk, durch den Uebergang über die Somme-Soude,noch entfernt war, und weil auf der Flanke ein neues heftigesGefecht entstanden war, dessen Gang man abwarten mußte.

Die Generale Pactod und Amey waren mit etwa 5000Mann, 12 Feuerschlünden und mehr als -100 Wagen mitKriegs- und anderen Vorräthen von Bergeres in Villeseneurangekommen und wollten sich eben anschicken, das Defilee desSoude-Flusscs zu passiren, als die russische Reiterei der Ge-nerale Korf und Bitschakoff der Blüchcr'schen Armee, vonChalons kommend, zum Angriff vorrückten und der Kanonen-donner erscholl. Die Colonne Pactods und Amey'S nahm einedefensive Stellung; der linke Flügel war durch eine Brigadeim Viereck gedeckt, der rechte an das Dorf Villeseneur gelehnt,das Geschütz in den Zwischenräumen und die Heerwagen hinterder Fronte aufgefahren. Von Morgens 9 Uhr bis 11 UhrMittags wurde in dieser Stellung gckämpst, weil es der an-getroffene Befehl MarmontS wollte. Aber eben dadurch wurdeeine kostbare Zeit zum Rückzüge auf Fvre-Champenoise verloren.Die französischen Bataillons waren fast die ganze Nacht mar-schirt, viele zum Umsinken müde; dennoch kämpften sie mitaller Kraft und Ausdauer, obgleich die verbündete Reiterei und