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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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334
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heim den Rhein, erreichten am 20. Landstuhl, Otternbcrg,Hochspeier, Göllheim, am 21. die Umgegend von Homburg,Neunkirchen und Vogelsbach, und marschirten am 22. aus demlinken Ufer der Blies in der Richtung gegen die Saar. Am23. rückte Wrede in zwei Colonnen gegen die Uebergänge überdie Saar bei Saarbrück und Saargemünd, um sich dieserPuncte zu bemächtigen. Die rechte Flügel-Cvlonne diebayerische Infanterie-Division Beckers marschirte auf Saar-brück, um dort den Nebergang zu forciren. Im Falle jedochder Feind zu großen Widerstand leisten würde, sollte hier nurein Scheinangriff stattfinden. Die Division Beckers griff Saar-brück an. Der französische General Menage leistete einigenWiderstand; als aber das bayerische 5. leichte und das 14.National-Bataillon sich der Vorstädte bemächtigten, zogensich die Franzosen zurück, wobei mehrere Gefangene gemachtwurden. G.-L. Beckers ließ die Stadt Saarbrück besetzen undseine Truppen auf den Hohen von Forbach aufmarschiren.Die linke Flügel-Colonne, aus der bayerischen Infanterie-Di-vision Raglowich und der Reiter-Division Prinz Carl vonBayern bestehend, marschirte gegen Saargemünd. Erst vor-wärts Höhnkirchen stieß man auf bewaffnete Haufen (franzö-sische Frei-CorpS rc.), von denen viele, nach einem kurzen Ge-fechte, zu Gefangenen gemacht wurden. Bei der Stadt Saar-gemünd wurde das Gefecht etwas heftiger, und zeigte sich,daß auf dem rechten Saarufer ein Brückenkopf erbaut und be-setzt war. Während die Franzosen mit Kanonen beschossenwurden, machte das bayerische 4. leichte Bataillon einen An-griff und bemächtigte sich des Brückenkopfes. Die Franzosenzogen sich hierauf in solcher Verwirrung zurück, daß sie nichteinmal die Brücke zerstörten. Die Flüchtlinge wurden theilsauseinander gesprengt, theils gefangen. Hieraus marschirtedas bayerische Fußvolk durch die Stadt und lagerte sich aufden dortigen Höhen rc.; die Reiterei des Prinzen Carl vonBayern marschirte noch bis Saaralbcn und nahm unterwegsmehrere Gensdarmen und sogenannte französische Kosacken ge-fangen. Der bayerische General Zoller rückte vor Bitsch undforderte den Platz auf, allein der Commandant, General Kreutzer,verweigerte die Uebergabe. Am 24. rückten die ColonnenWrede'ö nach Bouquemont, Forbach, Wattenweiler rc.; inSaarbrück aber wurde ein eigenes leichtes Corps, unter GeneralCzernitscheff, aus einem russischen Husaren-Regimente, einigenKosacken-PulkS und zwei Escadrons des bayerischen zweitenChevaurleger-Regiments, unter Major Friedrich v, Hertling,