SS«
Hut des Kronprinzen stieß jenseits Soul; auf den Feind. Dieserzog sich rasch auf Surburg zurück. Der Kronprinz ließ ihndurch den würtembergischen General Jett mit Reiterei bei Sur-burg angreifen und zugleich den Wald rechts der Straße unddann das Dorf Surburg durch das österreichische Infanterie-Regiment Reuß-Graitz erstürmen und drängte die Franzosen,trotz des heftigsten Widerstandes, mit bedeutendem Verlusteüber Surburg zurück. Wallmoden fand an demselben Tageden französischen General Rothenbourg diesseits von Setz, undgriff ihn mit zwei österreichischen Escadrons Knesevich Dra-goner und drei Bataillons Frankfurter, Jsenburgischen undReußischen Contingents lebhaft an. Die Franzosen wurdennach Selz und über die Brücke geworfen, die sie zerstörten. Am27. stand das ganze Corps des Kronprinzen bei Hagenau ver-sammelt. Wallmoden war in Drusenheim. Das französischeCorps zog sich hinter das Defilee von Brümath zurück.
F.-M. Wrede, der bereits die Weißenburger Linien gänz-lich im Rücken genommen hatte, wodurch Rapp zum Rückzugbestimmt worden war, gab nun, da man verbündeter Seils dieBesorgniß hegte, Rapp möchte sich mit Lecourbe vereinigen ic.,seinem Heere die Richtung auf Luneville, Mazeruelle undNancy, und hielt selbst am 28. Juni seinen Einzug in Nancy.Wrede sah sich im Besitze der Meurthe- und Mosel-Ufer, hattedem General Rapp jede Bewegung gegen Paris unmöglichgemacht und war selbst stark genug, einem vereinten Angriffder Generale Rapp und Lecourbe zu widerstehen oder zu be-gegnen. General Czernitschef ging am 29. Juni, unter denAugen der Besatzung von Metz, über die Mosel und nahm,um die Verbindung zwischen Metz und Paris zu unterbrechen,die Richtung über Eölain und St. Menoud. Wrede selbstmußte in seiner Stellung bei Nancy und Luneville vier Tagestehen bleiben, um die nachrückenden Gros der Armee zu er-warten.
General Rapp hatte dem Kronprinzen von Würtembergauch die Nachricht mitgetheilt, daß Napoleon dem Throne ent-sagt habe, und deßhalb die Einstellung der Feindseligkeitenbeantragt. Der Kronprinz nahm aber darauf keine Rücksicht,sondern rückte, dem erhaltenen Befehle gemäß, mit seinem Corpsvorwärts. Er hielt es für wahrscheinlich, daß Rapp am 28.Juni in der Vortheilhaften Stellung hinter der Süffel undunter dem Schutze der Kanonen von Straßburg ein Gefechtannehmen werde; er war entschlossen, Rapp bis nach Straß-burg zu werfen und diese Festung bis an den Canal von Mols-