sich mit 4 Schwadronen Kaiser Husaren ihnen entgegen undzwang sie zum Rückzüge; auch die gegen die Feldwachen ander Süffel angerückten zwei französischen Reitercolonnen wurdenvon zwei Zügen Erzherzog Joseph Husaren zurückgewiesen undso die von ihnen im ersten Anpralle umrungenen Jnfanterie-Piquets wieder befreit. Der Prinz von Hohenzollern versuchtedann wiederholt, nach dem für die alliirten Armeen bereits soglänzend entschiedenen Feldzuge, den General Rapp zu einerWaffenruhe zu vermögen; vergebens. Rapp ließ im Gegen-theile nach Mitternacht am 9. Juli den größten Theil seinerTruppen in zwei Kolonnen gegen die Mitte der Stellung — diek. k. Division Mazzuchelli — ausfallen. Von der Finsterniß undeinem dichten Nebel begünstigt, überraschten sie die Vedettenund drangen gegen 3 Uhr frühe bis Mittel- und Ober-Haus-bergen vor, welche Orte sie im ersten Anlaufe wegnahmen, be-vor die erst begonnenen Schanzen von Truppen besetzt waren,doch ein gegen ihre rechte Flanke einschwenkendes Schützen-Bataillon der Badener und vorzüglich die Wirkung einer derBatterien hielt die Franzosen auf, bis sich die übrigen Truppenin der Verfassung zum Gefechte befanden. An dem Kartätschen-und Gewehr-Feuer scheiterte nun das weitere Vordringen derFranzosen; doch vertheidigten sie die genannten zwei Ortschaftenmit Hartnäckigkeit gegen die Angriffe des F.-M.-L. Mazzuchelli,welche erst gelangen, nachdem sie der badische Oberst Peternellmit einem Bajonnetangriffe seines Schützen-Bataillons unter-stützte. Prinz Hohenzollern leitete auf dem bedrohtesten Punctepersönlich das Gefecht, das vollends entschieden wurde, als8 Schwadronen Kaiser Nhlanen und Kienmayer Husaren zumAngriff kamen. Der badische General Laroche warf sich zu-gleich mit vier seiner Schwadronen aus die feindliche Reiterei,ward aber verwundet, vom Feind umruugen und nur durch dieTapferkeit seiner Adjutanten herausgehauen. Die Franzosenwurden bis unter die Kanonen ihres befestigten Lagers verfolgt.Am nächsten Tage ließ der Prinz Hohenzollern dem General Rappdie Nachricht von dem Einzüge der Alliirten in Paris mittheilen;dessenungeachtet plänkelten die Vorposten noch an den folgendenTagen. Erst am 20. unterzeichnete Rapp die Anerkennung desKönigs Ludwig XVIII. mit dem Ansuchen um Unterhandlungder Waffenruhe. F.-M.L. Vacquant schloß zwei Tage späterdie Convention ab, und von nun an ruhten auch hier dieWaffen.
Zur Ober-Rhein-Armee des Fürsten Schwarzenberg zählte