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2ä. der Feind nicht nur von Peschiera gänzlich abgezogen, son-dern auch alle Uebergange über den Mincio bis Goito hin auf-gegeben hatte, die Brigade Simbscheu von Villafranca her voneinem sehr überlegenen Feinde erdrückt worden war, so war esnicht nnr sicher, daß der Gegner noch mit einem großen Theileseiner Kräfte am linken Ufer, namentlich bei Villafranca, stand,sondern man mußte sogar aus die Vermuthung kommen, er wolleseinen linken Flüge! an seinen rechten heranziehen, statt umgekehrt,wie man es bisher fest geglaubt hatte. Valleggio hatte er aberwohl aufgegeben, weil es den feindlichen Kräften zu nahe lag.Auf diesen Verhältnissen mußten die österreichischen Dispositionenfür den 25. ruhen.
Der Feldmarschall Radetzky beschloß, dem Könige Carl Albertam 25. Juli eine Schlacht zu liefern, und ihn von den Höhenvon Custozza wieder hernnterzuwerfen. Nun erhielt sein zweitesCorps, F.-M.-L. d'Aspre, den Befehl, eine Brigade bis zursehnlichst erwarteten Ankunft des dritten Corps bei Castclnuovostehen zu lassen, mit dem Reste des Corps aber mit frühestem Mor-gen nach Somma Campagna und Cnstozza sich in Marsch zu setzen.Es sollte dort den linken Flügel der Armee bilden. Ueber denBergrücken von Sona her sollte es den Feind aus Somma Cam-pagna und von dein ganzen südöstlichen Höhenzuge vertreiben.Der Feldmarschall hatte sich vorgenommen, um jeden Preis diesenZweck zu erreichen, und ihn nöthigenfalls an der Spitze seinerGrenadiere zu erzwingen. Mit der Fronte gegen Süden gewen-det, bildete das zweite Corps zu der Schlachtlinie des rechtenFlügels einen Haken.
Das erste Corps, F.-M.-L. Wratislaw, bildete den rechtenFlügel von Valeggio, über Monte Vento bis zum Tronebach.Die Brigade Strassoldo, mit Ausnahme des 10. Jägerbataillons,das bei Monte Vento geblieben, hatte schon in der Nacht Befehlerhalten, Valleggio um jeden Preis zu behaupten. Die BrigadeWohlgemuth erhielt den Befehl, mit Tagesanbruch aus dem recktenUfer von Mvnzambano nach Valleggio zu marschiern, und vonda gegen Volta zu recognosciren. Sie fand sich um 11 Uhr mitder Brigade Strassoldo vereinigt und in Valleggio vortrefflich ein-genistet; die große Vertheidigungsfähigkeit des Ortes gegen Ostenkam den Einrichtungen dazu sehr zu Hilfe. Die Brigade Suppli-katz wurde von Mvnzambano, wo nur 10 Compagnien und eineEscadron zur Deckung des Ueberganges und zur Beobachtungdes Feindes blieben, nach dem Monte Vento und S. Zeno ge-zogen, um dort als Reserve für Valleggio und besonders für dieBrigade Clam zu dienen. Diese blieb, wo sie war, am Berge