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reichten hin, die Piemontcsen zu entfernen, und die Brücke konntenun ungehindert geschlagen werden. Um 4 Uhr war sie fertig,und das 4. Corps ging über, besetzte Maleo und Pizzighetone.Denn die Piemontesen räumten Pizzighetone, und sprengten dieBrücke und einen Pnlverthnrm, wobei die Erplosion großes Un-heil anrichtete und vielen Menschen das Leben kostete.
Oberst Wyß hatte sich der k. k. Armee wieder genähert.Er hatte seine Geschwader bis Castenedolo unweit BreScia geführt,war von da durch die Ebenen von Ghedi nach Ponte Vico, vonda nach Cremona gezogen, überraschte dann Crema, wo er einigeGefangene machte, und näherte sich am 1. August von da herauf dem linken Ufer der Adda der Stadt Lodi. Seine Reitergeriethen aber zwischen den Gärten und Häusern außerhalb der-selben in ein Jnsanteriefener, gegen welches sie nichts ausrichtenkonnten. Nachdem das Beschießen aus 2 Geschützen auf denversteckten Feind ebenfalls ohne Erfolg geblieben war, zog sich Wyßnach Casaletto zurück.
Bei dem Feinde war alles in höchster Verwirrung und Ent-muthigung; eS gab keine Führung mehr. General Bava warnicht Oberbefehlshaber, aber er war der einzige, der Befehle gab,dem der König unbedingt folgte. Man hatte die Absicht, dieAdva zu vertheidigen; die Befehle dazu waren gegeben; wo sichaber nur eine österreichische Truppe jenseits zeigte, wurden dieUfer ohne Befehl verlassen, und die einzelnen Befehlshaber trateneigenwillig nach selbst gewählten Richtungen den Rückzug an.Bava konnte es nicht dahin bringen, daß die Truppen, welcheohne Kampf und Zwang den Uebergang bei Crotta d'Adda auf-gegeben hatten, dahin zurückgekehrt wären. Es war noch in denMorgenstunden, und die Brücke der Oesterreicher wurde erst um4 Uhr Nachmittags fertig. Es konnten hier leicht mehr Truppenversammelt werden, als F.-M.-L. Thurn zum Angriff bereit hatte,weil das Gros des k. k. Heeres bei Formigara stand.
Der Rückzug von der Adda wurde beschlossen. Derselbe solltenach Piacenza und Pavia über den Po gehen. Die Gründedazu waren einleuchtend. Der Po hätte der Armee sofort dienöthige Ruhe und augenblicklichen Schutz gewährt; der Feind gabseine Flanke und Rücken Preis, wenn er nach Mailand ging,und suchte er zu folgen, so war Mailand gerettet, mit wenigenKräften wäre er nicht hingegangen. Alle lombardischen Truppen,auch die, welche noch im Gebirge standen, sollten dahin ziehen.Der König ließ aber solche Gründe, die Bava vorbrachte, nichtgelten und bestand auf den Rückzug gegen Mailand. „Nein,nein," sagte Carl Albert, „ich will den braven Mailändern zuHilfe eilen, und mit ihnen vereint gegen die Feinde kämpfen, die