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oder Lamoriciöre berufen haben; die Demokraten aber richtetenihr Auge auf den, aus Genua gebürtigen, späterhin polnischenGeneral Ramorino, bekannt durch seinen verunglückten Freischaa-rcnzug nach Savoyen im Jahre 1834; zu solchem Scandalkonnte sich Carl Albert dennoch nicht verstehen, und wählte end-lich den, ihm muthmaßlich aus Paris empfohlenen Polen AlbertChrzanowSky. — Dieser General verdankte seine wissenschaftlicheBildung der, vom Kaiser Alerander von Rußland in Warschaufür das damalige polnische Heer errichteten Jngenienracademie.Im russischen Generalstabe machte er 1829 den Fcldzug gegendie Türken mit. Im polnischen Jnsurreetiouskrieg 183 l focht ergegen die Russen, und avancirte in wenigen Monaten vom Oberst-lieutenant zum Divisionsgeneral. Nachdem Polen wieder demrechtmäßigen Gebieter unterworfen war, mußte Chrzanowsky inseine frühere Oberstlieutenantscharge zurücktreten. Zur Auswan-derung war er nicht gezwungen; sie erfolgte späterhin, wie esscheint, aus freiem Antriebe. Bei vielen seiner Landsleute warer „als Aristokrat" verschrieen, weil er von den Russen immermit Achtung sprach, und, als es Zeit noch war, zum Unterhan-deln rieth. Als er zum piemontesischen Heer berufen wurde, warer 55 Jahr alt, ein unermüdlicher Arbeiter und die Eigenschafteneines geschickten Generalquartiermcisters besitzend. Carl Albertstellte ihn nicht als Onneralo in cnpo au, sondern nur mit demTitel: Oonorol-msMioi-n (das französische niiffoi'-AönöinI) unddem Range eines Generallientenant berief er ihn als verantwort-lichen Obergeneral an die Spitze des Heeres. Seine Stellungzu dem König, der oberster Feldherr blieb, war eine zweideutige,unbestimmte; vielleicht hat er sie selbst so gewünscht.
General Alerander la Marmorn war Ches des General-stabes, General Cossato Untcrchef, General Rvssi Befehlshaberder Artillerie, Oberst d'Alberti Befehlshaber des Genieweseus.
Am 12. März 1849, Nachmittags 2 Uhr, traf der piemon-tesische Major Cardona bei F.-M. Radetzky in Mailand ein,und übergab nachfolgende Depesche, worin der Waffenstillstandgekündigt wurde:
„Die Regierung Sr. Majestät des Königs von Sardinienan den Commandeur der österreichischen Truppen in Italien
„Obgleich der unterm 9. August 1848 zwischen den sardi-nischen und österreichischen Armeen abgeschlossene Waffenstillstandvon den Staatsgewalten Sardiniens nicht ratificirt worden, undnur einen rein militärischen und zeitweiligen Charakter trägt, sosind doch alle dem sardknischeu Heere darin auferlegten Bedingun-gen treu eingehalten worden, dagegen haben die österreichischen