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unbedeutend. Es fielen 2 Generale, 7 Stabsofficiere, 2ck Officiereund 371 Mann. Verwundet wurden General Johann Durando,8 Stabsofficiere, 62 Officiere und 2026 Mann. Die Zahl derGefangenen belief sich über 3000 Mann. Die Piemontesen be-klagten den Tod der Generale Peronne und Passalacqua. Ersterer,ein alter Kriegsmann, war einer der wenigen Generale, die zudiesem Kriege angetrieben hatten. „Kein Kanonenschuß darf fal-len, ohne daß ich dabei sey," hatte er freudig ausgerufen. Inder Schlacht bewegte er sich in den vordersten Reihen, wurde indie Stirne getroffen und verschied bald darauf. Den MarquisPassalacqua, von altem Geschlechte, tödtete eine Kanonenkugel, alser an der Spitze seiner Brigade, den Degen schwingend, denSoldaten zurief: „Es lebe Piemonts Ehre, vorwärts!" — Auchbüßten die Piemontesen 12 Geschütze und 1 Fahne ein, welcheden Siegern in die Hände fielen.
Wenn die Oesterreicher in der Schlacht von Novara mithoher Tapferkeit und Hingebung fochten, so müssen wir diesesauch von einem großen Theile der piemontesischen Truppen rüh-men, besonders von dem Officiercorps. Einige Brigaden fochtensogar mit ausgezeichneter Bravonr und die Artillerie behaupteteihren guten Ruf. Aber- von den Lombarden, jenen heidenmäßi-gen Sckaaren, die stürmisch verlangt hatten, in daö Vordertreffengestellt zu werden, und die nichts anderes geglaubt, als der Schre-cken ihres Namens und ihre furchtbaren Bärte würden schonallein im Stande seyn, die deutschen „Barbaren" in die Fluchtzu schlagen, war an diesem Tage nirgends eine Spur zu sehen.Wie auf ein Sonntagsgericht hatten sich die Soldaten der kai-serlichen Armee auf den Moment gefreut, wo sie einer lombardi-schen Division gegenüberstehen würden, und in den meisten Regi-mentern war man stillschweigend übereingekommen, daß bei einemsolchen Zusammentreffen kein Schuß fallen, und nur das Bajon-nett entscheiden sollte; aber es waren dieß vergebene Hoffnungenund Vorsätze; denn „i procli Tombgrcki", d. h. die heldenmüthi-gen Lombarden, wie sie sich selbst nannten, wurden, wie gesagt,am Schlachttage bei Novara gar nicht, im ganzen Feldzuge abernur zweimal gesehen, einmal bei la Cava, wo die österreichischenJäger behaupteten, es sey wie auf einer Hirschjagd gewesen, undan den Ufern des Ticino, wo eines Tages vier Kaiserulanen22 Mann gefangen einbrachten. Und wo waren jene Schreier,jene Helden aus den Gassen von Genua und Turin, immer be-reit zum gemeinen Straßenscandal, jene, die durch ihre großenReden über die Unabhängigkeit Italiens und über die Leichtigkeiteines Sieges dem Volke den Kops erhitzt und es beständig zum