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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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Stolz in den Wolken schwebt,

So lang Radetzky lebt,

Der Doppel-Aar.

(Zcdlitzs Soldatcnbüchlcin.)

Und mit diesem Feldherrn geht und steht die kaiserliche Armee biszum letzten Mann."

Wie aber auch diese Armee ihren edlen Führer liebt, dafürnoch diesen neuen Beweis, den wir unmöglich umgehen können,und dürfen. Die k. k. Officiere baben nämlich beschlossen,ihrem siegreichen Feldherrn, F,-M. Radetzky, ihre Liebe, Anhäng-lichkeit und Anerkennung seiner Verdienste durch ein sichtlichesZeichen darzulegen einen Marschallstab vom reinsten Golde,I mit einem Lorbcerzweige umwunden, und mit Adlern, Ornamen-ten und Edelsteinen reich verziert. Die Blätter des, den Stabumschlingenden Lorbeerzwciges führen die Namen der Tage beson-derer Auszeichnung aus dem Heldenleben des FelbmarschallS.Das Innere des Stabes bewahrt die Widmnngöurkunde. DaSsilberne, von 6 Adlern getragene Postament ist mit dem Portraitund dem Wappen des Feldherrn, mit den Attributen der Officierealler Waffengattungen und Dienstzweige, mit Trophäen, militä-rischen Emblemen, u. s. w. geschmückt. Das Piedcstal sammtStab wird von einer Glashülle geschützt und steht auf einem,aus dem Metalle einer piemontesischen Kanone der letzten Erobe-rungen erzeugten Fußgestelle. Das Kuustwerk ist von dem rühm-lich bekannten Herrn Joseph Glanz gefertigt.

Mit dem Siegesjahre 1849 und dem eben berührtenEhrengeschenke wollen wir die Geschichte des militärischen Lebensund der Feldzüge des allgemein verehrten Feldmarschalls Grafenv. Radetzky schließen. Wir haben uns, wie immer, bemüht, dieseGeschichte unbefangen, treu und wahr zu geben; allein wir ver-hehlen zugleich nicht, daß so manches noch mitzutheilen wäre,wozu uns aber die nöthigen Behelfe noch vorenthalten sind Dennnoch nicht alle Quellen zu Radetzky's Geschichte sind geöffnet,am wenigsten durch ihn selbst. Uebrigens werden hoffentlich mitder Zeit diese Lücken noch ausgefüllt werden können. Ausdem, was wir in unserm Werke boten und bieten konnten, wirdman wenigstens vollkommen erkennen, was Radetzky schon früherdem Kaiserhause war und er noch ist; daß ihn eine unbegrenzte Ver-ehrung und Anhänglichkeit an das Kaiserhaus, hervorragenderMuth, Kaltblütigkeit und Ausdauer in Gefahren auf dem Schlacht-felde, Besonnenheit und Gewissenhaftigkeit im Rathe, ein äckt-ritterlicher Sinn mit jener Leutseligkeit und Gewandtheit im Be-nehmen, welche ihm die Herzen Aller, die mit ihm in Berührung