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kommen, auf den ersten Augenblick gewinnt, auszeichne; daßer in sich die Eigenschaften eines ritterlichen Osficiers und einestüchtigen, erfahrenen Heerführers, aber auch die Eigenschafteneines hohen Militärs mit denen eines geschickten Diplomaten ver-binde; daß er mit seinem durchdringenden Scharfblicke ein treff-licher Menschenkenner sey, der in seinem Urtheile über dieIndividualität der ihm Nahenden sich selten täusche; daß seinoffenes, munteres Wesen gleichsam der Ausdruck des männlichenSelbstbewußtseyns sey, daß nicht Gunst und Ränke, sonderneigenes Verdienst ihm zu den höchsten Aemtern Bahn gebrochen habe,daher ihm Männer geraden Charakters leicht zufallen; daß dieArmee ihn liebe wie einen Vater, ob der stets wachsamen Sorgeum sie, ob der humanen Behandlung, ob der Gerechtigkeit, dieder Feldmarschall übt; daß er strenge im Dienste, von seinenUntergebenen doch nicht mehr fordere, als was er selbst jedenAugenblick zu leisten bereit sey, und bei allen Gelegenheiten durchdas Beispiel der gewissenhaftesten Pflichterfüllung dieselben zur Nach-ahmung aneifere; und daß selbst das Alter, was gewiß selten ist,keinen abschwächenden Einfluß noch auf den 83jährigen Helden-greis ausüben konnte.
Unbekrittelt steht Graf Radetzky im ersten Gliede der durchAusdauer, Umsicht, Thatkraft und Erfolg ausgezeichneten Feld-herren, welche das große, weite Deutschland bis jetzt gehabt undgeehrt hat.
„Der Name (Radetzky)!... Ewig wird er wohnen,
Mit blaugefärbter Schrift geätzt,
Von Tanais bis zu des Kedars Spitze)
Auf Erz und Stein, durch feve ThatUnlöschbar in der Tapfern Brust gesetzt."
(A. p. Lamartine.)