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den Gegnern selbst; kleine Siege, die sie anfangs über einzelneDetachements davon trugen, gaben mit dem Vertrauen dieMittel zur Bekämpfung auch der mächtigeren Corps. Und derFührer .... Wer kennt nicht den Helden, der aus ungeübten,wehrlosen Bauern ein Heer schuf, der an der Spitze seiner küh-nen Landsleute die ersten Feldherren der Monarchie schlug, ihregeübten Armeen vernichtete und die Trabanten der Usurpationlehrte, was die kleine Schaar vermag, wenn das Gefühl desRechtes im Kampfe sie beseelt! Europa hat mit BewunderungZumalacarregui's Namen wiederholt.
Es ist nicht meine Absicht, eine Geschichte der Thaten jenesFeldherrn zu geben, die Materialien dazu würden mir fehlen,es sei denn, daß ich zum Abschreiber oder Compilator mich her-abwürdigen wollte. Doch wird es zweckmäßig sein, eine ge-drängte Übersicht der Ereignisse hinzustellen, wie sie bis zu mei-ner Ankunft in den baskischen Provinzen Statt fanden.
Don Thomas Zumalacarregui diente in der Armee Ferdi-nands als Oberst und Commandeur eines leichten Regimentes;sein Commando war ihm, der nie seine politische Meinung ver-barg, genommen, und Christina sendete ihn als Staatsgefan-genen nach Pamplona. Bald gelang es ihm zu entkommen, nicht,wie die liberalen Blatter oft behaupteten, durch Verletzung desgegebenen Ehrenwortes; er opferte die Caution, gegen die esihm gestattet war, in der Festung anstatt in der Citadelle zuleben. Baske wurde er von den Basken mit Jubel empfangen,und schnell stellten ihn seine Talente an die Spitze seiner Lands-leute. Da entwickelte er mit eben so viel Scharfsinn als Thä-tigkeit das Kriegessystem, dessen standhafte Durchführung ihnbefähigte,' den erprobten Generalen Spaniens siegreich zu wider-stehen, die doch gegen seine Bauern ihre altgedienten Soldatenheranführten. Die Configuration des Landes, bewundernswür-