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proclamirend; am 3. und 4. Oktober brach der Aufstand inBilbao aus, worauf die Stadt durch von Sän Sebastian ent-sendete Truppen besetzt wurde, in Vitoria erhob sich das Volkam 7. October. Doch auch hier ward der erste Versuch blutigniedergeschlagen. Sarsfield, zum General en Chef ernannt,durchzog das Land und erschoß wie viele Basken, bewaffnet oderunbewaffnet, in seine Hände fielen, selbst Weiber und Kinderwurden niedergemetzelt, die Wohnungen verbrannt, alles Werth-volle geplündert, vernichtet. Seine Untergebenen übertrafen ihn anGrausamkeit. Lorenzo ließ den edlen Don Santos Ladron, der,ausgezeichnet als General, als Bürger und als Mensch, an dieSpitze des Aufstandes sich gestellt, im Graben von Pamplonarücklings erschießen, da er durch Verrath ihn gefangen genom-men. Achthundert Mann hatte dieser General vereinigt, wie-wohl zum Theil noch nicht bewaffnet; sie zerstreuten sich aufdie Kunde von dem Tode ihres Chefs, die Wiederherstellung derRuhe schien leicht. — Lorenzo ward zum Vicekönig von Na-varra erhoben zum Lohne seiner blutigen That.
Die Christines behandelten das Land wie erobert: die Pri-vilegien wurden nicht länger beachtet, Truppen besetzten diewichtigsten Stellungen und befestigten die Städte. Dazu wur-den Brandschatzungen erhoben, Arretirungen auf den leisestenVerdacht der Unzufriedenheit hin vorgenommen, und Hinrich-tungen fanden täglich in jedem Theile des Landes Statt. Dasvermochte der Basken Freiheitssinn nicht zu tragen. In Masseerhoben sie sich gegen die Unterdrücker, welche nur in den festenPlätzen augenblicklich sichere Zuflucht fanden, einmüthig unter-zogen sie sich, ein erhabenes Vorbild, für die Vertheidigung ih-res Königs und ihres Vaterlandes der Gefahr und allen denLeiden des Kampfes gegen die zehnfach überlegene Macht destrotzigen Feindes. Doch wie willig das Ländchen seine Hülfs-quellen den eigenen Söhnen öffnete, es fehlte ihnen an Waffen,an Munition, an einem Führer vor Allem. — Jene entrissen sie
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