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welches von vier Compagnien mit hoher Bravour vertheidigtwurde; erst am 17. nahm er die die Straße beherrschende Re-doute und drang in die Stadt ein. Die Garnison behauptetesich hartnäckig gegen die stets wiederholten Stürme, die Häuserwurden mit dem Bajonnett genommen und wieder genommen.Am Nachmittage ergaben sich vierhundert Mann, da ein festesGebäude, in welches sie zuletzt sich geworfen hatten, schon halberstürmt war; zweihundet wurden nach der Capitulation von denFeinden, erbittert über ihren Verlust, niedergestochen. Evansgriff dann Fuenterrabia an, dessen Garnison, 300 Mann stark,ohne Widerstand capitulirte, da sie sich hülflos abgeschnitten sah.
So hatte Espartero endlich die große Heerstraße den Car-listen genommen und es blieb ihm nur übrig, die Linie längsder Gränze zu etabliren, um den Provinzen die Verbindung mitFrankreich abzuschneiden und sie ganz auf die eigenen Hülfs-quellen zu beschränken. Die Nachricht von dem Abmärsche derköniglichen Expedition und ihren Fortschritten in Aragon zwangihn, die Ausführung des wichtigen Planes aufzugeben: er zogam 29. Mai von Hernani durch das Ulzama-Thal nach Pam-plona, lebhaft von einigen ihn beobachtenden Bataillonen har-cclirt, wobei er mehrere hundert Mann, unter ihnen den GeneralGurrea, einbüßte. Der Krieg in den Nordprovinzen ward füreinige Zeit zur Nebensache.