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gestanden und spät erst aus den Reihen unserer Feinde geschie-den waren; in ihren glänzenden Uniformen und die Christinos-Mütze auf dem Kopfe, mischten sie sich unbesorgt unter uns undwurden von den Freiwilligen mit mehr Ehrfurcht noch, als dieeigenen Officiere derselben begrüßt, welche in ihrer Einfachheitseltsam gegen jenen Glanz abstachen. Mehrere solche alte Dffi-ciere, da sie unsern Triumph entschieden glaubten, boten ihreDienste an.
Es wäre Tollheit gewesen, wenn wir mit den Mitteln, dieuns zu Gebote standen, an die förmliche Belagerung eines Fortshätten denken wollen, zu dessen Vertheidigung vierzehn schwereGeschütze aufgestellt waren. Es ward endlich beschlossen, SänBenito durch eine Mine anzugreifen, die sofort in einem Stallebegonnen wurde und, gegen die Sakristei des Klosters, die alsPulvermagazin diente, gerichtet, rasch vorschritt, während anverschiedenen andern Punkten, die Besatzung zu täuschen, mitvielem Lärm ähnliche Arbeiten angestellt wurden. Da der Feindsich jedoch sonst unbelästigt sah, hielt er sich vollkommen ruhig,und bald hatten sich zwischen ihm und unsern Wachen freund-schaftliche Gespräche angeknüpft, so daß in der Nacht ein förm-licher Tauschhandel etablirt ward, indem die Freiwilligen denfeindlichen Soldaten frisches Fleisch und Gemüse brachten unddafür von ihnen neue Gewehre der National-Gardisten für alteoder beschädigte erhielten. In Folge dessen untcrsagre Zariate-gui am folgenden Tage, daß irgend Jemand dem Fort sich nä-here, aus dem einige Soldaten, mit Lebensgefahr von den Mauernsich herabkassend, zu uns übergingen.
Die Mine ward so thätig betrieben, daß sie in zwei Tagenbis unter die Sakristei hätte poussirt werden können, der Be-satzung die Alternative augenblicklicher Ergebung oder der Ver-nichtung lassend, als Zariategui mit ihr eine Capitulation ab-schloß, kraft deren sie, wenn innerhalb zehn Tagen kein Entsatznahte, sich kriegsgefangen ergeben würde. Gewiß war es ein