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böte hatte die Meldung von dem Rückzüge des königlichen Er-peditions-Corps auf die Sierra von Soria nebst der Ordre ge-bracht, in engere Verbindung mit demselben zu treten.
Wenn auch unwillig, den gehofften Angriff nicht ausgeführtzu sehen, zogen die Truppen doch gutes Muthes das Duero-Thal hinauf, da sie vertrauten, mit den Divisionen des Königsvereinigt, alsbald wieder kräftig die Offensive zu ergreifen. Un-ser Corps war nie auf so glänzendem Fuße gewesen, da unserealten Truppen durch Disciplin und Bravour gleich sehr alsKerntruppen sich bewährten, die jungen aber aus acht starke Ba-taillone, über 6000 Mann, gebracht waren, und alle gleiche Be-geisterung und Kampfbegier zeigten. Wir zogen das Bataillonan uns, welches zur Blokade von Penasiel geblieben war undin seinem ersten Gefechte gut sich hielt, da es einen Ausfall derGarnison, aus zwei Compagnien Peseteros *) bestehend, mitVerlust zurückwies. Aus beiden Seiten des Flusses nahcten wirAranda, wohin ich ungeduldig mich sehnte, da meine Wunde,die den Knochen bedeutend verletzt hatte, wenn sie noch nicht anBewegung mich hinderte, doch stündlich peinigender wurde, wäh-rend ich, von dort aus ein Hospital oder einen gesicherten Orterreichend, durch Ruhe in kurzer Zeit wieder kampffähig zu seinhoffte.
Das 5. Bataillon von Castilien überschritt die Brücke, welchevom linken Ufer des Flusses nach Aranda führt, als hinter ihmdie Tete einer starken feindlichen Colonne erschien und sofort imSturmschritt auf die Brücke drang. Es war die Division desGenerals Lorenzo, die 7500 Mann und 500 Pferde stark, vonEspartero abgesandt war, um uns in der Besetzung von Arandazuvorzukommen und die Vereinigung mit dem Corps des Kö-
*) FreicorpS, so genannt, weil sie eine peset» — vier Realen —Sold erhielten.