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nigs zu verhindern; eine Viertelstunde später hätten wir dieStadt im Besitze des Feindes gefunden. Noboa besetzte mitseiner Brigade die Häuser, welche in geringer Entfernung vonder Brücke einen Halbkreis bilden, dessen beide Enden an denFluß sich lehnen, und eröffnete von dort ein mörderisch concen-trisches Feuer auf die Sturm-Colonne des Feindes. Sehr bravdrang sie bis zu der Mitte der Brücke vor, und ward, da siedann wich, sogleich durch eine zweite ersetzt, die ebenfalls dieBrücke betrat, dann aber, da von den Fenstern herab die Ku-geln auf sie regneten, in Unordnung zurückfloh. Zariategui undElio langten mit dem Stäbe an, und die Bataillone eilten imLauftritt herzu, während Lorenzo zwei Kanonen etwa fünfzigSchritt vor der Brücke abprotzen und ein lebhaftes Kartätschen-Feuer gegen die Häuser beginnen ließ. Da befahl der Generalzum Angriff zu schreiten. Valencia sollte zur Rechten, wo eineWehr den Übergang zu erleichtern versprach, den Fluß pafsirenund den Feind in der Flanke angreifen, während Castilla undGuipuzcoa über die Brücke vordrängen. Unter heftigem Feuerund das Wasser bis zur Brust erreichte Valencia das andereUfer und formirte sich dort zur Angriffs-Colonne, Castilien aberwich auf der Mitte der Brücke dem doppelten Feuer der Ge-schütze und der Infanterie, riß Guipuzcoa mit sich zurück undgab so das brave Valencia isolirt dem Andränge der FeindePreis. Ehe noch der General mit Zornesflammen sprühendenAugen seinem Gefolge das Wort »Freiwillige!« zugerufen,stürzte ich mit andern zwei Officieren vorwärts, wo schon dieChefs von Castilien zu neuem Sturme die Truppen ordneten.Ohne zu wanken, folgten nun die Bataillone den Führern unddebouchirten am andern Ufer, aus dem auch Valencia im Sturm-schritt vorrückte. Die Feinde flohen in Unordnung und verließenihre Kanonen; schon waren wir wenige Schritte von den ersehn-ten Trophäen entfernt, als zwei Artilleristen mit herrlicher To-desverachtung zurückstürzten, unter furchtbarem Kugclregel die