342
ten darunter die Magistrate und Behörden der Distrikte, welcheabwechselnd von beiden Armeen besetzt, von beiden abwechselndausgebeutet wurden; denn wer nicht auf das genaueste dasBefohlene ausgeführt hatte, starb wie der, welcher überführtwar, freiwillig dem Feinde Vorschub geleistet zu haben. Daßaber Cabrera mit aller Strenge nur gerecht war, ist wohl ambesten durch die Liebe und Verehrung bewiesen, die er beimVolke und beim Heere in so hohem Grade besaß.
Im Gefecht war Cabrera furchtbar: er flog stets an derSpitze der Seinen der Erste zum Kampfe, und wo er erschien,da stürzten die Feinde unter seinem eisernen Arme. So lange erWiderstand fand, kannte er keine Gnade, und nicht selten er-tönte durch das Getümmel seine Donnerstimme: »L ellos, earcho,nc> ouai-lol!« — Vorwärts, kein Pardon! — Gegen denFeind, der besiegt in seiner Gewalt war, blieb er stets groß-müthig, und ich habe mich umsonst bemüht, ein einziges Bei-spiel von überlegter Grausamkeit mit Ausnahme der natür-lichen Rache-Scenen nach dem Tode seiner Mutter, wenn mansie überlegt nennen darf, während seiner thatenreichen Laufbahnaufzufinden.
Am 15. September 1836 vereinigte sich Cabrera nebst Qui-lez und Miralles bei Utiel mit der Division von Gomez. Beider Beschreibung jener Expedition sahen wir, wie Cabrera fort-während mit hoher Auszeichnung kämpfte, wie er nach demunglücklichen Treffen von Villarrobledo mit der Vorhut in Cor-dova eindrang und dann bei Baena den General Escalanteschlug. Später dankte ihm Gomez die rasche Einnahme vonAlmaden, worauf Cabrera am 7. November mit einigen Hun-dert Reitern von ihm sich trennte, da der Zustand der Dingein Aragon gebieterisch die Rückkehr nach den ihm untergebenenProvinzen forderte.