366
tigen, welche zwei von ihnen mit sich führten. — Seine eigenenOfsiciere tadelten laut diesen Act niedriger Wortbrüchigkeit; sieprophezeiten selbst, daß solches Verbrechen Unheil nach sich zie-hen müßte, und daß gewiß schweres Unglück auf diesem Zugedie Division treffen würde. Tallada aber verlor seit dem Au-genblicke die Klarheit des Geistes, den Überblick und die Bra-vour, welche vorher ihn auszeichneten; er wurde düster undschwankend in seinen Anordnungen.
Bald vereinigte er sich mit dem Corps Don Basilio Gar-cia's, störte durch seine Eifersucht wesentlich den Erfolg der Ex-pedition, veranlaßte das unglückliche Gefecht bei Ubeda undtrennte sich endlich in Murcia von jenem General, um nach elTuria zurückzukehren.
Die furchtbaren Regen, welche schon in der letzten Zeit sei-ner Bereinigung mit Don Basilio verderblich gewirkt hatten,fuhren fort auf dem eiligen Rückmärsche ihn unendlich zu be-lästigen, auf dem die Division an Allem Mangel litt und, durchfurchtbare Fatiguen erschöpft, vom General Pardinas lebhaftverfolgt wurde. Doch gelang es ihr, am 26. Februar den Xucar,hoch durch die Regengüsse angeschwollen und von feindlichenColonnen beobachtet, um den Übergang zu verhindern, ohne Zu-sammentreffen zu erreichen und auf einer Nothbrücke zu passi-ren. Die Division war gerettet, da der Feind, wenn die Brückezerstört wurde, sie unmöglich einholen konnte; so blieb sie dennin dem nahen Castriel zur ersehnten Nachtruhe. Aber am Abendwaren kaum zwei Drittel der Truppen versammelt, indem Er-schöpfung und die grundlosen Wege viele Hunderte gehinderthatten, dem lang gedehnten Zuge zu folgen. Da befahl Tal-lada, die Brücke nicht abzubrechen, damit die Nachzügler wah-rend der Nacht der Division sich anschließen könnten.
Um vier Uhr Morgens am 27. Februar überfiel Pardinasmit einigen Compagnien Avantgarde nach furchtbar forcirtemMarsche den offenen Ort. Wähnend, daß die National-Gar-