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Belagerung mit hoher Auszeichnung fochten. Die übrigenEinwohner waren fast sämmtlich ausgewandert, das Schlimmstebefürchtend. Alles, was geblieben war, drängte sich in dieEcithedrale, das einzige bombenfeste Gebäude der Stadt, zu-sammen, auf den Knieen von der hohen Schutzherrinn Ret-tung erflehend; eben diese Kirche mußte denn auch als Munitions-Magazin , Hospital und als Ruheplatz für die nicht zum Diensteberufene Mannschaft dienen.
Die feindliche Artillerie beschoß die Mauer nicht auf dieso,ist beim Bresche-Legen übliche Art: sie begann ihr Zer-störungswerk mit dem obern Theile derselben und flachte sienach und nach ab, wobei ihre Schwäche und Hinfälligkeit dieWirkung der Geschosse so begünstigte, daß schon nach einstün-dssem Feuer eine bedeutende Öffnung gebildet war. Da brachteba> Feuer des Castells die Kanonen der Belagerer zum Schwei-ge§, und erst am folgenden Morgen konnten diese die Brescheve,vollständigen, nachdem sie während der Nacht die Batterieaufgebessert und die demontirten Geschütze ersetzt hatten. DieMrser und Haubitzen aber bewarfen die Stadt ununterbrochenuss richteten in ihr, wie im Castell, große Verwüstungen an; auchverursachten einige in dem letzteren durch Unvorsichtigkeit aus-sagende Munitionskasten empfindlichen Verlust, eine Anzahl Ar-tilleristen mit drei Officieren tödtend und verwundend. In derSfldt wurden viele Häuser eingestürzt, und mehrfach brach Feuerau>, welches erst nach langer Anstrengung der Realisten undFrjwilligen gelöscht werden konnte.
In der Nacht vom 14. zum 15. August und am folgen-de, Tage ließ Graf Negri auf einem kleinen, freien Raumhister der Bresche eine starke Brustwehr von Erde als Ab-schnitt errichten und mit friesischen Reitern besetzen; auf die ^nu ganz offene und über vierzig Schritt breite Bresche undunnttelbar hinter ihr wurden ungeheure Massen trockenen Hol-zes und zur Entzündung praparirter Stoffe aufgehäuft. Diele