!
379
rella, vor, da ganze Divisionen unausgesetzt an der Herstellungdes Zerstörten arbeiteten. Am folgenden Tage griff Cabreradie Escorte Division Sän Miguel auf dem Marsche an undj zwang sie, nach la Pobleta zurückzukehren, konnte aber den ver-einten Anstrengungen derselben und der Colonne Borso's, derihr zur Hülfe entgegenzog, nicht widerstehen. Nachdem sie aucham 9. fortwährendes Scharmützel bestanden hatten, gelang esr den beiden Colonnen, am Iv. mit dem Belagerungsgeschützund dem Convvy das Lager hinter Sän Pedro Martyr zuerreichen. Oraa trieb alsbald die Truppen der Garnison,welche bisher die nahen Höhen außerhalb der Mauern behaup-teten, in die Festung und begann den Batterie-Bau auf derAbdachung der Querola; schon am 13. waren die Geschütze —acht Kanonen und drei Mörser — aufgefahren, und am14. Morgens eröffneten sie ihr Feuer gegen die Mauern der- Stadt.
Der General Gras Negri, welcher in den Gefechten gegendie anrückenden Divisionen sich besonders hervorthat, hatte dasCommando der Festung und der Truppen in ihr übernommen,während Oberst O'Callaghan als Gouverneur unter ihm be-fehligte. Jener theilte die Stadt in Distrikte, welche alle ani das Castell gelehnt und in der Eile möglichst befestigt, nochi innerhalb der Stadt die hartnäckigste Vertheidigung gegen denk Feind erlaubten, falls er die Bresche erstürmen sollte; er ver-j wandelte die hinter der Angriffsfront liegenden Häuser in Forts
> und traf jede Vorsichtsmaßregel zur Verhütung von Feuer oder
> sonstigem Unglücke. Zugleich befahl er, die Thüren aller Häuser^ zu öffnen, da ein Bombardement erwartet werden mußte, was
bei der Abwesenheit der entflohenen Einwohner zu mannig-! fachen Unordnungen führte, denen jedoch rasch gesteuert wurde,j Der Geist der Garnison, der Elite des Heeres, war trefflich;
ihr hatten sich etwa dreihundert voluntariog realiste^ aus deni Bürgern von Morella angeschlossen, die während der ganzen