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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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Dunkel der Nacht und dem Umstände zuschrieben, daß wederdie Braven durch Hoffnung auf Auszeichnung getrieben wären,noch die Feigen Schmach und Strafe gefürchtet hätten, weil jabeide unbekannt blieben.

Am 17- August bei Anbruch des Tages gaben drei Kano-nenschüsse das Signal zum Sturm. Dreizehn Bataillone griffenin fünf Colonnen die Festung von drei Seiten an; aber nurdie gegen die Bresche gerichtete Masse, die Regimenter Ciudad-Real und Ceuta, kämpfte brav. Sie gelangte auch diesesMal bis auf die Trümmer der Kugelregen trieb sie wiederund wieder zurück, bis endlich Mutlosigkeit die Schaar ergriff,da sie ihre Chefs und die besten Officiere fallen sahen. Inwilder Verwirrung flohen sie dem verschanzten Lager zu, mitKraft von den Bataillonen Guiden und Tortosa verfolgt, welcheunter des Grafen Ncgri Führung, durch die Bresche hinab-steigend, auf die Fliehenden sich warfen und ihnen ein leichtesGeschütz abnahmen. Die zur Escalade bestimmten Elsnnenhatten nirgends den Fuß der Mauer erreicht.

Nachdem Oräa am 17- wiederum die Stadt mit allenMörsern und Haubitzen beworfen und dadurch unnütz große Ver-wüstungen unter den Häusern angerichtet hatte, brannte er währendder Nacht alle Masadas der Umgegend nieder und begann am 18.den Rückzug auf Alcaniz, die Unternehmung aufgebend, die ermit so unendlichem Auswande vorbereitet, deren Erfolg er alsunfehlbar verkündet hatte.

Da, wie gesagt, die carlistische Armee ganz von Munitionentblößt war jeder Soldat erhielt am 18. Morgens eilf Pa-tronen von einem gerade angelangten Transport kehrse Ca-brera nach Morella zurück, die weitere Verfolgung oder vielmehrBeobachtung der abziehenden Feinde der Division von Castilienunter Merino überlassend, nachdem er sie am 18. und 19. vonPosition zu Position, fast immer mit dem Bajönnett, gedrängtund einige hundert Gefangene ihnen abgenommen hatte. Den