389
eilen Hilfsquellen ihnen gaben, hielten sie sich jetzt für un-überwindlich, da sie ja über das Alles so herrlichen Sieg davon-getragen hatten. Das Volk aber sah von nun an die Sacheder Carlisten als die entschieden siegreiche; demnach wagte esentweder offener seine Neigung darzuthun, oder es schmiegtesich leicht unter das ihm unabwendbar scheinende Verhangniß.
Die Folgen aber dieses Schlages für die Operationen derArmeen und für den Krieg im Allgemeinen waren von ent-scheidendem Gewichte;, der Verrath eines Maroto war nöthig,um sie zu paralysiren. Der ganze große Vernichtungsplander Feinde war vereitelt, in sich zusammengefallen; sie sahensich nicht nur im westlichen Spanien geschlagen und selbstschwer bedroht, auch Espartero gab auf die Nachricht davonsogleich sein Unternehmen auf Estella und auf Navarra auf,zu seiner alten Unthätigkeit zurückkehrend. Die müssigenSchreier der Puerta del Sol, die im Voraus gejubelt hatten,wagten nun, den greisen Führer der Armee des Centrum, denGeneral, der Alles gethan, was der General thun konnte, weiler eine Niederlage erlitten hatte, als Verrather zu bezeichnenund des Einverständnisses mit Cabrera zu zeihen. WenigeWochen vorher war er der Held, aus den allein sie vertrauten,überschüttet mit Preis und Schmeichelei. Das ist der Libe-ralismus der Spanier!
Den General ^bre^ belohnte seines Königs Gnade fürso herrlich errungene Erfolge durch den Titel des Grafen vonMorella, den das Cabinet Maria Christina's für Oräa, den Sieger,bestimmt hatte; zugleich ward er zum General — torüentogensrsl, dem General der Infanterie oder der Cavallerie ent-sprechend — ernannt, als welcher er die Provinzen Aragon,Valencia, Murcia und Cuenca commandirte. Fünf Jahre hattendenr üM lL N. Studenten hingereicht, um in der Vertheidigungder Rechte seines Königs von Stufe zu Stufe die höchstenGrade und Ehren sich zu verdienen und, gefürchtet vom Feinde,