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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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herrlichen Triumphes gewiß*) da ordnete Cabrera den Rück-zug an und führte die erstaunten Truppen in Eilmärschen nachAragon zurück. Er hatte die Nachricht von dem schmählichenVerkaufe von Bergara und dem Übertritt Carls V. nach Frank-reich erhalten.

Cspartero war in Zaragoza angekommen, um mit O'Don-nell vereint die Armee Cabrera's zu erdrücken, der sich schondurch den Letzteren von dem ganz Vertheidigungslosen Hochge-birge abgeschnitten sah, welches die Grundlage und den Kernseiner Macht bildete. Bei seiner Annäherung zog sich jedoch derfeindliche Feldherr ehrerbietig in die Festungen zurück, ohne denRückmarsch zu stören. Cabrera eilte, zum Todeskampfe sichvorzubereiten.

*) Ich will nicht deshalb behaupten, daß Madrid in jenem Augenblickeden Carlisten in die Hände gefallen wäre. Man darf vielmehr ausvielfachen Äußerungen abnehmen, daß es Cabrera's Absicht war,Schritt vor Schritt Castilien zu erobern und durch angelegte Fe-stungen wie Canete, Beteta in ihm sich festzusetzen, bis er,wie er selbst sich ausdrückte, eine Kette von Forts errichtet hätte,deren letztes in die Fenster Maria Christina's hineinschauen und aufimmer den Trotz des revolutionairen Pöbels der Hauptstadt brechensollte. Aber sehr, sehr nahe war die Zeit des Triumphes, wennnicht Espartero's Ankunft die Lage der Dinge so ganz umkehrte.

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