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trotzig Morella's Beste überragt; dann zog ich dem Norden zu,so bald wie möglich das Heer des Grafen von Espana zu er-reichen.
So wie wir den schroffen Gebirgsknoten hinter uns ließen,bei dem die Gränzen von Valencia, Aragon und Catalonien sichberühren, nahm das Land einen milden Charakter an, der im-mer an Lieblichkeit zunahm, je mehr wir zum Ebro hinabstie-gen. Die Provinz blieb überall gebirgig, aber die Ketten nah-men an Höhe und Rauhheit ab, befruchtende Bache, die baldin Flüßchen sich vereinigten, schlängelten sich zwischen ihnen hin,und die Thäler wie die Rücken der Hügel waren mit Oliven-bäumen und Reben bedeckt, deren Früchte in lockender Reiseprangten. Die reinlichen Dörfer und Landhäuser, welche ringsumher freundlich winkten, zeigten an, daß wir stündlich weitervon dem Schmutze Aragon's uns entfernten; sie waren überallmit reichen Frucht- und Gemüsegärten umgeben, und zahlloseFeigenbäume, durch die Felder längs dem Wege zerstreut, botenzum zweiten Male im Jahre ihre nährende Frucht dem Wan-derer.
Als wir endlich den das Ebro-Thal begränzenden Höhen-zug erstiegen hatten, staunten wir bewundernd bei dem Anblickeder herrlichen Landschaft, die so ruhig und so reich vor uns sichausbreitete, als hätte ununterbrochener Friede hier wohlthuendgewaltet, ohne je seine Gaben den Bewohnern dieses bevorzug-ten Landes zu entziehen. Ja, als ich diese liebliche Scene über-schaute, in welcher der Ebro, breit und majestätisch, zwischen denHügeln sanft hinglitt, die im Norden rasch steigend an dunkeleGebirge fern sich anlehnten; als ich die zahllosen Ortschaftenim rosigen Scheine der Abendsonne so friedlich mit ihren frucht-baren Gefilden glänzen sah, wie sie dicht an einander gereihetden Strom umkränzten — da verfluchte ich die Leidenschaften,die, in tausend Formen des Menschen Glück unterwühlend, auchin dieses Paradies die Thränen und das Elend einführten, ihre