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gefurchtsten Greise das Kommando übergeben sahen. Sein Auf-treten rechtfertigte sofort die Furcht und die Hoffnungen, welcheder bloße Name des Grafen de Espana erregt hatte. So wieer in Berga anlangte, ließ er über der Stadt einen hohen Gal-gen errichten und verkündete zugleich, daß ein Jeder, der diegeringste Veruntreuung oder Erpressung sich zu Schulden kom-men lasse, ohne Gnade aufgeknüpft werde, ob es gleich der ersteGeneral sei. Und es blieb nicht bei der Drohung. Officiereund Soldaten, Beamte und Einwohner empfanden bald dieunerbittliche Gercchtigkeitsliebe des alten Kriegers; mehrere derbisherigen Chefs wanderten nach Frankreich aus. Böses fürch-tend, andere wurden abgesetzt und erhielten ganz unbedeutende,passive Stellen, und das Commando der Truppen wurde Män-nern anvertraut, die als wahre Royalisten und wahre Militairssich bewährt halten, oder die ihre Gesinnungen unter der Maskeder Redlichkeit und des Eifers schlau zu verbergen wußten.
Da entwickelte der Graf in der Organisation seiner Trup-pen eben so viel Kraft wie Talent. In wenigen Monaten warendie nackten Horden, welche raubend und stets fliehend die Pyre-näen durchirrten, in eine Armee verwandelt, organisirt und dis-ciplinirt, wie weder Carlisten noch Christinos seit dem Beginndes Krieges sie besessen hatten. *) Die Infanterie, aus 2l Ba-taillonen in vier Divisionen bestehend, war stets vollkommenuniformirt und gewaffnet, und sie erhielt regelmäßig ihren Soldund ihre Rationen; die Officiere mußten abwechselnd die zu demZwecke errichtete Akademie besuchen, um zugleich in Theorie undPraxis sich zu vervollkommnen. Die Cavallerie, noch im Werden,da es sehr an Pferden mangelte, zählte drei Escadrone unter
') Gegen das Ende des Jahres 1839 gestanden selbst die Feinde ein,daß das Heer des Grafen von Espana nur mit der königlichenGarde Ferdinand's VI!. verglichen werden könne.