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Der Graf de Espana hatte, wie ich weiter oben erzählte,unter Ferdinand VII. den Auftrag erhalten, die Empörung dersogenannten Ultra - Royalisten *) in Catalonien zu unterdrücken;er vollführte ihn eben so rasch wie vollständig, und bald wardem Fürstenthume Friede und Ruhe wiedergegeben. Ich er-wähnte dort der Tausende, die mit dem Leben ihre verbreche-rischen Anschläge büßten; Alle aber, auf denen der leiseste Ver-dacht der Theilnahme haftete, wurden deportirt oder hattenJahre lang den Jammer eines spanischen Gefängnisses zu dul-den. Die Feinde des Grafen, und ihrer waren viele, behaupte-ten, er habe die Provinz in einen weiten Kirchhof verwandelt,und die Ruhe, welche er schuf, sei die Ruhe des Grabes. Ohnedie zahllosen Wohlthaten zu beachten, welche seine Verwaltungnach hergestellter Ordnung über das Land ausschüttete, wolltensie nur die Blutströme sehen, deren Vergießung zur Verhütungweit schrecklicheren Unheils unumgänglich war, und sie urtheiltenso einseitiger Ansicht gemäß.
Unzeitige Milde ist oft grausamer, als die härteste Strenge.Hätte de Espana mit der revolutionairen Bewegung tempori-sirt, hätte er nicht mit eiserner Faust durch einen Schlag sieniedergeschmettert, so würde schon damals das ganze Königreichin Elend und Blut ertränkt sein. Denn die Grundsätze, welchejener Aufstand verfocht, waren die des politischen und religiösenFanatismus, der, unduldsam gegen Alles, was um einen Grad
») Die Aufrührer Cataloniens gegen Ferdinand's rechtmäßige Regie-rung und die Edlen, welche in Estella von dem Verräther Marotogemordet wurden, sind mit dem einen Namen von Ultra-Royalistenbezeichnet!