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den engen Kreis, in den sie bis dahin eingezwängt blieben, aus-dehnen und auf die Eroberung Castiliens und die dadurch her-beizuführende Beendigung des Krieges denken durste, da sollteel Turia zur Grundlage für die Ausführung dieser Pläne dienenund demnach so befestigt werden, daß es als Depot für alleKriegsbedürfnisse und als Stützpunkt für die Offensiv-Opera-tionen sowohl, als zum Nepli im Falle eines Unglückes gesichertsei und jeden feindlichen Angriff mit Kraft zurückweisen könne.Vejis, Chulilla und Alpuente wurden so wie der Gipfel desmehrere tausend Fuß hohen und isolirten Collado in Festungenumgewandelt, und zur Sicherung der Verbindung mit demHochgebirge von Morella und Cantavieja wurden auch Montanund Manzanera leicht befestigt.
Im Sommer 1,839 ward Capitain Brusco mit der Leitungdieser Wertheidigungswerke beauftragt, während BrigadegeneralArevalo in der Provinz commandirte, wo er mehrfach bedeu-tende Vortheile über den Feind davontrug und bald wieder dreivollständige Bataillone mit zwei Escadronen organisirt hatte.
Während dieses in el Turia geschah, drangen Cabrera undseine Unterfeldherren nach Westen vorwärts, denn dorthin lagja die Entscheidung; und so wie sie vordrangen, suchten sie dasErworbene sich zu sichern, ihren Truppen Anhalts- und Stütz-punkte zu verschaffen, auf denen sie dann weiter bauen könnten.Daher befahl Cabrera, Caliete, acht Stunden östlich von Cuenca,zu befestigen, zu dessen Verbindung mit dem Turia dann auchCastiel Favib besetzt werden mußte. Daher ward im Sommer1839, als die Carlisten — da die Feinde ihnen schon nicht mehrentgegentraten, vielmehr bei ihrer. Annäherung in die großenStädte sich zurückzogen — bis tief in die Provinz Guadalajarahinein herrschten, dort Beteta zur Festung gemacht, nur einund zwanzig Leguas von Madrid entfernt und nahe dem Tajodessen Quellen beherrschend.
So lange aber jene Glanzepoche der carlistischen Macht.im
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